Kilometerlange Strände, hohe Dünen, historische Städtchen und ganz viel Hygge – Dänemark eignet sich perfekt für einen Roadtrip durchs Land. Egal ob Nordsee, Ostsee oder Binnenland: Tipps, wo es besonders schön ist.

Ein Urlaub in Dänemark ist voll von Gegensätzen. Bei unseren nördlichen Nachbarn wechseln sich spannende Großstädte mit einsamer Natur ab und die raue Nordsee trifft auf die Ostsee. Dazwischen liegt ein Land zwischen zwei Meeren. Über 7.000 Kilometer ist Dänemarks Küste lang, dazu kommen hunderte von Inseln. Die größte Insel ist Seeland mit der Hauptstadt Kopenhagen. Viele Deutsche verbinden einen Urlaub in Dänemark mit dem Ferienhaus am Meer. Mit seiner kompakten Größe bietet sich unser nördliches Nachbarland aber auch perfekt für einen Roadtrip an.

Wer nur eine Woche hat, entdeckt Jütlands Nordseeküste. In zehn Tagen schaffst du zusätzlich Städtetrips nach Aalborg oder Aarhus. Und in zwei oder drei Wochen kommen noch Fünen und Seeland mit auf die Reiseliste. Wir hatten zwei Wochen, um Dänemark zu erkunden und sind an der Nordsee entlang Richtung Nordjütland gefahren und dann über die Ostseeküste und Mitteljütland hinüber nach Fünen und Seeland. Du bist gerade dabei, deine Route für einen Roadtrip zu planen? Dann verrate ich dir hier, wo ist es in Dänemark am schönsten ist.

Ribe

Der erste Stopp auf unserem Roadtrip ist Ribe. Dänemarks älteste Stadt gehört unbedingt auf die Todoliste, erst recht wenn du mittelalterliche Stadtkerne und kleine Gässchen magst. Davon gibt es in Ribe nämlich mehr als genug. Im Zentrum steht der imposante Dom, drumherum kannst du durch Kopfsteinpflastergassen schlendern und die bunten Fassaden mit ihren Rosenstöcken bewundern. Wir haben in der Weis Stue übernachtet, einem der ältesten Gasthäuser Dänemarks. Hier knarzen die Dielen und du erlebst Geschichte pur. Eine Alternative ist eine Nacht in einer der alten Gefängniszellen von Den Gamle Arrest.

Noch weiter zurück in die Geschichte geht es im Vikingcenter. Das erinnert an die Wikinger, die in Ribe im Jahr 700 einen Marktplatz gegründet hatten. Und wenn du dich für das Unesco-Weltkulturerbe Wattenmeer interessierst, solltest du einen Abstecher ins Wattenmeerzentrum einplanen. Mittendrin liegt außerdem die Insel Mandø. Dänemarks einzige Gezeiteninsel kannst du nur bei Ebbe über einen schmalen Damm erreichen. 

 

Esbjerg

Die Menschen am Meer sind das Wahrzeichen von Esbjerg
Die Menschen am Meer sind das Wahrzeichen von Esbjerg

Auf dem Weg weiter Richtung Norden haben wir einen kurzen Zwischenstopp in Esbjerg eingelegt und vier steinernen Gestalten einen kurzen Besuch abgestattet. Mit bestem Meerblick stehen die Mennesket ved Havet – auf Deutsch Menschen am Meer – am Ufer und sind zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Vom Wasser aus sind die neun Meter hohen Betonskulpturen schon von weitem zu sehen. Aufgestellt wurden sie 1994 zum 100-jährigen Jubiläum Esbjergs als selbstständige Gemeinde.

Ein Stück weiter am Strand entlang findest du mit dem Hjerting Badehotel nicht nur ein hübsches und modernes Hotel direkt am Meer, sondern mit dem zugehörigen Restaurant Strandpavillonen sogar eine Gourmet-Adresse mit Nordseeblick.

 

Henne Strand

Für uns geht es weiter entlang von Jütlands Westküste. Hier nördlich von Esbjerg liegen einige der beliebtesten dänischen Ferienorte am Meer. Das Nordseebad Blåvand ist einer dieser Orte und für seinen Leuchtturm bekannt. Naturfans zieht es ein Stück weiter nach Süden auf die Halbinsel Skallingen. Und wer mit dem Auto unterwegs ist kann in Vejers einen von Dänemarks Autostränden testen. Platz gibt es genug.

Wir machen unseren nächsten Übernachtungsstopp in Henne Strand und genießen dänisches Nordseefeeling pur. Meterhohe Dünen, unendlicher Sandstrand und dazu ein toller Sonnenuntergang über dem Meer. Du möchtest mehr von dieser Atmosphäre? Dann solltest du dir eines der Ferienhäuser buchen, die hier versteckt in den Dünen liegen, und einfach noch ein bisschen länger bleiben.

 

Lyngvig Fyr

Der Leuchtturm Lyngvig Fyr steht mitten in den Dünen der Nordseeküste
Der Leuchtturm Lyngvig Fyr steht mitten in den Dünen der Nordseeküste

Für uns geht es am nächsten Tag weiter Richtung Hvide Sande. Die Hafenstadt ist spannend gelegen, mitten auf einer Nehrung, die den Ringkøbing Fjord von der Nordsee trennt. Auf der Holmsland-Düne hast du 30 Kilometer lang links und rechts der Straße nur Wasser. Direkt am Anfang des Fjords fährst du in der Nähe von Nymindegab an dem kleinen historischen Hafen Vester Havn mit seinen alten Fischerboten und Hütten vorbei. Ganz anders sieht es in Hvide Sande aus, einem der größten Hafen an der dänischen Westküste, der für seine Fischauktionen bekannt ist. Für die Auktion am frühen Morgen sind wir viel zu spät dran, du kannst dich aber auch in den Fischläden des Ortes mit frischem Fisch eindecken.

Mein Lieblingsort liegt schließlich noch ein Stück weiter nördlich von Hvide Sande. Hier steht nämlich der Leuchtturm Lyngvig Fyr malerisch in den Dünen. Dänemarks am höchsten gelegener Leuchtturm wurde 1906 in Betrieb genommen und war der letzte seiner Art hier an der Küste. Wenn du die fotogenen Stufen nach oben erklommen hast, erwartet dich ein grandioser Ausblick auf Dünen und Meer.

 

Nationalpark Thy

Unser nächster Stopp liegt bereits in Nordjütland. Der Nationalpark Thy ist Dänemarks ältester Nationalpark. Naturliebhaber können hier in den riesigen Dünen- und Heidelandschaften Vögel und Hirsche beobachten. Uns haben es hingegen die kleinen Fischerdörfer angetan. In Stenbjerg Landingsplads findest du zum Beispiel direkt am Strand noch einige historische Fischerhütten. Hier wurden früher die Fischerboote mangels Hafen direkt auf den Strand gezogen. In Vorupør ist das selbt heute noch der Fall und so kannst du im Fischmarkt am Strand Fisch frisch vom Kutter kaufen.

Vorupør ist außerdem beliebt bei Surfern, genau wie das noch ein Stück weiter nördlich gelegene Klitmøller. Das Fischerdorf ist heute ein weltweit bekannter Suferhotspot und trägt den Beinamen Cold Hawaii. Hier stehen statt Gartenstühlen Surfbretter im Vorgarten und sind zahlreiche Surfer mit ihren Brettern im Meer auf der Jagd nach der perfekten Welle. Noch cooler als in diesem kleinen Fischerörtchen wird es an Jütlands Küste nicht mehr. 

 

Jammerbucht

Weiter geht es Richtung Jammerbucht, die sich über rund 100 Kilometer bis nach Hirtshals zieht. Die Hafenstadt ganz im Norden der Bucht ist nicht besonders hübsch, von hier fahren aber die Fähren in Richtung Färöer Inseln und weiter nach Island ab. Hübsch ist es dafür entlang der restlichen Bucht mit ihren beliebten Ferienorten wie Blokhus oder Løkken. Auch hier erwarten dich meterhohe Dünen und kilometerlange Sandstrände. In Blokhus und Løkken gibt es auch wieder die beliebten Autostrände für romantische Sonnenuntergangsstimmung am Meer auf vier Rädern.

Typisch sind außerdem die kleinen weißen Holzhütten, die hinter den Dünen am Strand stehen. Zu schade, dass man sie nicht mieten kann. Vielleicht hast du ja aber Glück und ergatterst eines der Ferienhäuser in den Dünen direkt am Meer. Eine Alternative ist das Strandhotellet in Blokhus. Das Badehotel wurde erst 2017 eröffnet, greift aber sehr detailgetreu die Atmosphäre von Dänemarks historischer Strandhotellerie auf.

 

Rubjerg Knude

Der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr steht mitten auf einer riesigen Düne
Der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr steht mitten auf einer riesigen Düne

Mein absolutes Highlight an der Jammerbucht war die Wanderdüne Rubjerg Knude an der Steilküste des kleinen Örtchens Lønstrup. Die Düne ist über 70 Meter hoch und besteht im oberen Bereich vor allem aus Flugsand. Dieser Sand ist Dänemarks wohl berühmtesten Leuchtturm über die Jahre fast zum Verhängnis geworden. Der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr wurde im Herbst 2019 fast 70 Meter ins Landesinnere gezogen. Ansonsten wäre er irgendwann die Steilküste hinunter abgestürzt.

Als der Rubjerg Knude Fyr hier im Jahr 1900 eingeweiht wurde, war die Düne nur zwei bis drei Meter hoch und zum Leuchtturm gehörten noch vier Nebengebäude. Die sind schon lange vom Sand begraben worden und ein ähnliches Schicksal drohte auch dem Leuchtturm selbst. Dank der spektakulären Rettungsaktion kannst du nun noch ein paar Jahre länger auf die Aufsichtsplattform hochsteigen und den Blick auf die Umgebung genießen.

 

Skagen

Letzter Stopp an Jütlands Nordseeküste ist schließlich Skagen. Dänemarks nördlichste Stadt ist für ihr magisches Licht berühmt und auch wir sind direkt verliebt in dieses Örtchen. Schon Ende des 19. Jahrhunderts hat die besondere Atmosphäre zahlreiche Maler hier ans Meer gezogen – und diese Skagen-Maler haben den Grundstein für einen von Dänemarks beliebtesten Ferienorten gelegt. Schon längst kommen nicht mehr nur Maler an Jütlands Spitze und genießen den Charme des Fischerorts mit seinen gelb gekalkten Häusern mit den roten Ziegeldächern.

Heute ist Skagen ein Mix aus Strandurlaub und Kultur. Im Skagens Museum in der Nähe des Hafens mit seinen roten Packhäusern findest du zahlreiche Werke der Skagen-Maler. Und selbst wenn du dich nicht für die Malerei interessiert, lohnt sich der Abstecher in das Museumscafé im Garten. Eines der Highlights von Skagen ist aber unbestritten Grenen. Hier am nördlichsten Punkt Dänemarks trifft die raue Nordsee auf die Ostsee oder besser der Skagerrak auf den Kattegat. Nur hier kannst du mit je einem Bein in beiden Meeren stehen – falls nicht gerade eine Robbenkolonie in der Abendsonne relaxt. Zum Sonnenuntergang trifft man sich schließlich am Strand von Gammel Skagen – der perfekte Abschluss für einen Spätsommertag am Meer.

 

Rabjerg Mile

Råbjerg Mile ist Dänemarks größte Wanderdüne
Råbjerg Mile ist Dänemarks größte Wanderdüne

Auf dem Weg zurück Richtung Süden machen wir noch einen Zwischenstopp in Dänemarks größter Sandkiste. Råbjerg Mile ist nur wenige Kilometer von Skagen entfernt und die größte Wanderdüne des Landes. Sie steht schon seit 1900 unter Naturschutz und kann hier an der schmalen Nordspitze Jütlands ihre Wanderung ungehindert von der Nordsee Richtung Osten fortsetzen.

Diese beeindruckend große Wanderdüne legt jedes Jahr durchschnittlich 15 Meter zurück. Schätzungen zufolge wird Råbjerg Mile so etwa um das Jahr 2130 die 3,5 Kilometer entfernte Landstraße nach Skagen erreichen und nach weiteren 30 Jahren in der Ostsee verschwinden. Noch kannst du aber ganz entspannt durch den Sand spazieren und dich Mitten in Dänemark fast wie in der Wüste fühlen. Egal wohin du schaust, gibt es hier bis zum Horizont nichts als Sand.

 

Aalborg

Nach all der Natur freuen wir uns als nächstes aufs Sightseeing. Aalborg ist die größte Stadt in Nordjütland und die viertgrößte Stadt Dänemarks. Hier am Limfjord findest du einen Mix aus Historie und Moderne. An die Zeiten der Wikinger erinnert das Gräberfeld Lindholm Høje vor den Toren der Stadt. Die Hafenfront hingegen hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum futuristischen Highlight von Aalborg gemausert. Hier findest du unter anderem mit dem Utzon Center und dem extravaganten Musikkens Hus einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Für den Kontrast sorgt mittendrin das Fachwerkschloss Aalborghus aus dem 16. Jahrhundert. Weiter am Fluss entlang liegt noch das moderne Hafenbad und auch Aalborg Street Food in einer alten Möbelfabrik direkt am Wasser lohnt den Abstecher. 

In Aalborgs Altstadt findest du findest du aber auch einige historische Gebäude. Das Jens Bangs Stenhus beispielsweise gilt als größtes Renaissance-Bürgerhaus Skandinaviens. Gleich nebenan sind zudem der Dom und das Rathaus sehenswert. Die schönste Altstadtgasse ist aber definitiv die Hjelmerstald mit ihren kleinen bunten Häuschen. Plan auch einen Abstecher in den Parc of Music ein. Dort kannst du unter den singenden Bäumen dein eigenes Konzert abspielen. Und behalte bei deiner Tour durch die Stadt unbedingt die Augen offen: So wirst du sicher einige der zahlreichen Street Art Werke entdecken.

 

Ebeltoft

Dir hat Ribe mit seinem historischen Zentrum gefallen? Dann solltest du auch einen Abstecher nach Ebeltoft einplanen. Das kleine Städtchen auf der Halbinsel Djursland empfängt dich mit idyllischem Altstadtflair. Im Zentrum aus dem 14. Jahrhundert scheint die Zeit bis heute stehen geblieben zu sein. Hier kannst du durch die Kopfsteinpflastergassen schlendern und die gut erhaltenen Fachwerkhäuser mit Stockrosen vor der Tür bewundern. Selbst ein paar Superlative hat dieses kleine Städtchen zu bieten. Det Gamle Rådhus mit seinem Türmchen gilt als kleinstes Rathaus der Welt. Und wenn du dich für alte Schiffe interessierst: Im Museumshafen von Ebeltoft liegt die historische Fregatte Jylland vor Anker, das längste erhaltene Schiff seiner Art.

 

Aarhus

Futuristisch wird es anschließend wieder in Aarhus. Im modernen Hafenviertel Aarhus Ø bauen sie gerade ein spektakuläres Gebäude nach dem nächsten. Eines der Wahrzeichen der Hafenstadt ist der Eisberg oder Isbjerget auf Dänisch. Ein weiterer Hingucker ist der Dome of Visions mit Ausstellungen und einem Café. Aarhus‘ coolstes Café liegt allerdings auf einem Kaufhausdach: Von der Salling Rooftop Terrasse hast du einen tollen Blick über die Stadt. Und hier fällt dir auch gleich die bekannteste Sehenswürdigkeit von Dänemarks zweitgrößter Stadt ins Auge: der bunte Regenbogen auf dem Dach des Kunstmuseums ARoS.

Aarhus kann aber auch historisch. Im Freilichtmuseum ´Den Gamly By kannst du eine Zeitreise in die städtische Vergangenheit unternehmen. Und auch das kleine Gässchen Møllestien erinnert daran, wie Aarhus früher ausgesehen hat. Für Romantik am Abend sorgt dann ein Ausflug Richtung Marselisborg. Hier steht mitten im Wasser noch ein Highlight: die unendliche Brücke. Du kannst einmal im Kreis über die Ostsee laufen – oder aber dich hinsetzen und die Abendstimmung genießen. Und danach steht noch eine Kneipentour am Fluss entlang oder durchs Latinerviertel an. Alle Highlights findest du im Artikel „Aarhus: Tipps für ein Wochenende in Dänemark“.

 

Vejle

Im Hafen von Vejle gibt es spannende Architektur: Die Welle ist ein echter Hingucker
Im Hafen von Vejle gibt es spannende Architektur: Die Welle ist ein echter Hingucker

Das Städtchen Vejle stand eigentlich gar nicht auf unserer Reiseliste. Als wir über die Brücke über dem Vejle-Fjord gefahren sind, stand da aber dieses auffällige Gebäude am Hafen. Bølgen heißt das architektonische Wahrzeichen der Stadt – und diese Welle ist nur ein weiteres Beispiel für Dänemarks moderne Hafenviertel. Genau wie in der Hamburger HafenCity verwandeln auch in Dänemark viele Städte ihre alten Hafengebiete in moderne Wohn- und Erholungsgebiete.

Mindestens genauso spektakulär wie die Welle ist übrigens das Fjordenhus als neuestes ikonisches Bauwerk an Vejles Hafenfront. Entworfen hat das Haus im Hafenbecker der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson. Und auch sonst lohnt sich das kleine Städtchen als Zwischenstopp und für einen Bummel.

 

Odense

Märchenhaft wird es anschließend in Odense. Der berühmteste Sohn der Stadt ist nämlich der Dichter Hans Christian Andersen, dessen Märchen längst zur Weltliteratur zählen. Am bekanntesten sind „Die kleine Meerjungfrau“ und „Die Schneekönigin“. Es gibt aber noch zahlreiche andere Geschichten, an die in Odense an vielen Stellen erinnert wird. So gibt es überall in der Stadt Märchenskulpturen und auch das Elternhaus des berühmten Dichters kannst du besichtigen. In Odenses historischem Zentrum geht es gefühlt deutlich ruhiger zu als in Aarhus oder Aalborg. Und dabei ist das Zentrum der Insel Fünen sogar Dänemarks drittgrößte Stadt. Eine Zeitreise in die Vergangenheit ist auch die Übernachtung im über 100 Jahre alten First Grand Hotel, das zentral zwischen Theater und Fußgängerzone liegt.

Im Hafen von Odense ist ebenfalls ein modernes Stadtviertel entstanden mit dem Hafenbad als Highlight, in dem du mitten im Hafenbecken kostenlos deine Runden ziehen kannst. Direkt nebenan findest du im alten Lagerhaus Storms Pakhus Odenses größten Street Food Markt. Und auch coole Street Art begegnet dir in Fünens Hauptstadt immer wieder – zum Beispiel rund um das Kunstmuseum Brandts, das genauso einen Besuch wert ist.

 

Schloss Egeskov

Das Schloss Egeskov zählt zu den am besten erhaltenen und schönsten Wasserburgen Europas
Das Schloss Egeskov zählt zu den am besten erhaltenen und schönsten Wasserburgen Europas

Die dänische Variante von Märchenschloss heißt Egeskov. Die Wasserburg auf der Insel Fünen ist nicht nur eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region, sondern gilt auch als eine der am besten erhaltenen und schönsten Wasserburgen Europas. Egeskov heißt auf Deutsch übrigens Eichenwald: Der Überlieferung zufolge wurde das Fundament aus Eichen so massiv gebaut, dass dafür ein ganzer Wald gefällt werden musste. Heute kannst du nicht nur Schloss Egeskov besichtigen, auch der Schlosspark zieht während der Sommermonate zahlreiche Besucher an. Der Schlossherr zeigt außerdem seine Sammlung historischer Flugzeuge, Autos und Motorräder – und so gibt es hier für jeden etwas zu sehen.

 

Camp Adventure

Das Time Magazin hat das Camp Adventure im kleinen dänischen Örtchen Ronnede 2019 als einen der großartigsten Orte der Welt ausgezeichnet. Und tatsächlich solltest du den Waldturm im Süden Seelands unbedingt auf deine Reiseliste für Dänemark setzen. Mitten im Wald steht hier ein echter Hingucker. Auf dem insgesamt 650 Meter langen Weg in die Höhe wanderst du langsam bis auf Höhe der Baumwipfel und darüber hinaus. Oben angekommen hast du einen 360-Grad-Panoramablick über Südseeland – und bei gutem Wetter sogar bis ins eine Stunde entfernte Kopenhagen. Und wenn dir das an Abenteuer nicht reicht: Zum Camp Adventure gehört auch ein Kletterpark – oder du bleibst gleich über Nacht und mietest dich in eines der Glamping-Zelte ein.

 

Stevns Klint

Die Steilküste Stevns Klint zählt zum UNESCO-Welterbe
Die Steilküste Stevns Klint zählt zum UNESCO-Welterbe

Abgesehen von den meterhohen Dünen an der Nordsee sind Dänemarks Küsten eher flach. Nicht so im Südosten Seelands. Hier erhebt sich die Steilküste von Stevns Klint auf bis zu 41 Metern über dem Meer – ein echter Hingucker. Dieser Küstenabschnitt zählt außerdem zu den wichtigsten Fossilien-Fundorten der Welt: Hier wurden 65 Millionen Jahre Erdgeschichte durch das Meer freigelegt. Grund genug, um Stevns Klint 2014 in die Liste des Unesco-Weltnaturerbes aufzunehmen. Auf dem Weg zum Kliff lohnt sich auch ein Blick in die Højerup-Kirche. Das kleine Gotteshaus wurde 1928 weltberühmt, als der Chor nach einem Erdrutsch die Steilküste hinunter ins Wasser stürzte.

Fast noch spektakulärer als Stevns Klint ist allerdings Møns Klint. Dort erhebt sich die Steilküste sogar bis zu 128 Meter über dem Meer. Die gute Nachricht ist: Die beiden Steilküsten liegen nicht allzu weit voneinander entfernt an der Küste Seelands, so dass du dir beide anschauen kannst.

 

Kopenhagen

Führt queer durch die Innenstadt: die Einkaufsstraße Strøget
Führt queer durch die Innenstadt: die Einkaufsstraße Strøget

Nicht mehr geschafft haben wir es am Ende unseres Roadtrips bis nach Kopenhagen und an Nordseelands Küste. Dänemarks Hauptstadt kennen wir aber schon von vielen früheren Besuchen und Tipps für deinen Urlaub findest du im Artikel „Hyggelig: Ein Besuch in Kopenhagen im Winter“. Und so gibt es für uns einen Grund mehr für einen nächsten Urlaub in Dänemark.

 

Praktische Tipps

Ein Urlaub in Dänemark ist definitiv gemütlicher als anderswo – und auch für deinen Roadtrip solltest du Zeit einplanen. Autobahnen gibt es nur wenige, die Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße beträgt 80 km/h. Die meisten Dänemark-Urlauber mieten ein Ferienhaus am Meer. Hotels gibt es vergleichsweise wenig und vor allem in den größeren Orten und Städten, eine gute Auswahl bietet Booking.com. In den beliebten Ferienorten findest du zudem überall Campingplätze – und mit etwas Glück hast du sogar Meerblick. Für weitere Tipps hatten wir den Lonely Planet Reiseführer Dänemark sowie den Marco Polo Reiseführer Dänemark dabei und auch auf der Website von Visit Denmark findest du viele Infos. 

Warst du schon in Dänemark? Was hat dir besonders gut gefallen? Ich freue mich wie immer über Kommentare und Tipps. Und wenn dir der Artikel gefallen hat, teil ihn doch gerne mit deinen Freunden! Damit du keine neue Geschichte mehr verpasst, kannst du mir außerdem auf Facebook, Pinterest, Instagram, Bloglovin‘, Flipboard oder Tripadvisor folgen. Oder du abonnierst dir My Happy Places als Newsletter.

 

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Autor

Willkommen bei My happy Places! Ich bin Britta, Journalistin, lebe in Hamburg und liebe es, zu reisen. Hier nehme ich dich mit zu meinen Lieblingsorten rund um die Welt. Viel Spaß!

3 Kommentare

  1. Pingback: Hvide Sande & Umgebung: Unternehmungen und Ausflugsziele

  2. Liebe Britta,
    Vielen Dank für dieses tolle und inspirierende Journal Deines Roadtrips durch Dänemark. Wir folgten in den vergangenen zwei Wochen Deiner Tour (jedoch gegen den Uhrzeiger-Sinn) und konnten so wundervolle Eindrücke vom Land sammeln. Und das ohne großen Stress des eigenen Planens. 😉 Wir werden sicherlich erneut auf Deiner Website vorbei schauen und vielleicht noch einmal auf „Deinen Spuren“ unterwegs sein. 🙂 Herzlichen Dank aber schon einmal heute.

    • Liebe Julia,
      das freut mich sehr zu lesen 🙂 Toll, dass ich euch inspirieren konnte – und der Roadtrip auch in die andere Richtung funktioniert. Ich hoffe, dass ihr genauso großartiges Wetter hattet wie wir. Dann ist der Urlaub im Norden ja nochmal schöner. Und schau natürlich sehr gerne immer mal wieder für neue Inspirationen vorbei 😉
      Liebe Grüße
      Britta

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