Ob Stockholm, Kopenhagen und Oslo oder auch Helsinki, Reykjavík und Tórshavn – Skandinavien hat einige coole und entspannte Hauptstädte im Angebot: Tipps für die schönsten Städtetrips im Norden.

Skandinavien ist als Reiseziel beliebt, vor allem die vielfältige Natur zieht viele Besucher in den hohen Norden. Aber auch die skandinavischen Hauptstädte sind definitiv die Reise wert – und das gilt nicht nur für die bekannten Highlights Stockholm, Kopenhagen und Oslo. Tórshavn, die Hauptstadt der Färöer, haben sicher nur die wenigsten auf dem Schirm, dabei sind die abgelegenen Inseln ein echtes Highlight. Und auch Reykjavík gehört zu einer Islandreise unbedingt dazu. Nicht zu vergessen Finnlands Hauptstadt Helsinki, wo du selbst im Sommer die Sauna mit Meerblick genießen kannst.

Wusstest du übrigens, dass zur skandinavischen Halbinsel eigentlich nur Norwegen und Schweden sowie der Nordwesten Finnlands gehören? Kulturell zählt aber auch Dänemark dazu – und im weiteren Sinne zudem Island und die Färöer. Hier gibt’s deshalb die gesamte Übersicht der skandinavischen Hauptstädte – mit vielen Tipps und weiterführenden Infos.

Stockholm: die Historische

Der Stortorget ist der zentrale Platz in Stockholms Altstadt Gamla Stan
Der Stortorget ist der zentrale Platz in Stockholms Altstadt Gamla Stan

Zusammen mit Kopenhagen zählt Stockholm sicherlich zu den beliebtesten Hauptstädten in Skandinavien, wenn nicht gar in ganz Europa. Und mit rund 950.000 Einwohnern ist es definitiv auch die größte Stadt im hohen Norden. Stockholm bietet eine tolle Mischung aus königlicher Eleganz und Altstadtcharme, aus schwedischer Lässigkeit und skandinavischem Design. Das Herzstück ist die Altstadt Gamla Stan mit dem Stortorget und seinen bunten Häusern. In der Gamla Stan liegen auch das Königliche Schloss und das Nobelpreismuseum – und durch die bunten Gassen mit der mittelalterlichen Atmosphäre lässt es sich wunderbar bummeln.

Wie alle skandinavischen Hauptstädte liegt auch Stockholm direkt am Wasser. So bietet sich eine der zahlreichen Bootstouren an, um die Stadt zu erkunden und am besten direkt im Anschluss einen Ausflug auf die Schären, die vorgelagerten Inseln, anzuschließen. In Stockholm kannst du außerdem auf den Spuren von Astrid Lindgren und ABBA wandeln oder im Vasa Museum ein jahrhundertealtes Schiff bestaunen, das schon im Hafen gesunken ist. Und dann gibt’s da noch das Trendviertel Södermalm, die bunte Kunst in der U-Bahn und die zahlreichen Museen. Wenn du irgendwann genug vom Sightseeing hast, suchst du dir am besten eines der coolen Cafés raus und machst eine Fika, die schwedische Kaffeepause.

Noch mehr Tipps zu Stockholm findest du im Artikel „Stockholm: Tipps für ein Wochenende in Schweden“.

 

Kopenhagen: die Gemütliche

Bunter Besuchermagnet: Kopenhagens Hafenpromenade Nyhavn
Bunter Besuchermagnet: Kopenhagens Hafenpromenade Nyhavn

Mit gerade mal gut 600.000 Einwohnern ist Kopenhagen deutlich kleiner als Stockholm – und dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb zählt Dänemarks Hauptstadt zu den beliebtesten Zielen in Skandinavien. Kopenhagen, das ist Gemütlichkeit pur. Nicht umsonst ist mit Hygge das dänische Wort dafür längst auch in Deutschland angekommen. Die bekannteste Kopenhagenerin ist die kleine Meerjungfrau. Die lille Havfrue sitzt auf ihrem Stein im Hafen – und auch wenn sie ein wenig unscheinbar ist, gehört sie zu einem Besuch in der dänischen Hauptstadt mit dazu. Beliebt ist außerdem der Nyhavn, an dessen Hafenpromenade es sich besonders im Sommer schön sitzen lässt. Von dort ist es auch nicht mehr weit zum königlichen Schloss Amalienborg und der Oper, einer der schicken Neubauten in Kopenhagen.

Kopenhagen ist aber nicht nur gemütlich, sondern auch äußerst umweltbewusst. Nicht nur ist in der „grünen Hauptstadt Europas“ ein Großteil der Bewohner mit dem Rad unterwegs, hier kannst du sogar mitten in der Stadt skifahren. Das Dach der Müllverbrennungsanlage Amager Bakke wurde als Trockenskipiste angelegt und zieht als CopenHill zahlreiche Besucher an. Außerdem kannst du in Kopenhagen durch eine der größten Fußgängerzonen Europas bummeln oder einen Ausflug ins Tivoli machen, den ältesten Freizeitpark der Welt. Foodies sollten außerdem einen Abstecher in die Markthallen Torvehallerne und ins ehemalige Schlachterviertel “Kødbyen” einplanen.

Noch mehr Ideen für Dänemarks Hauptstadt findest du im Artikel „Hyggelig: Ein Besuch in Kopenhagen im Winter“.

 

Oslo: die Grüne

Lässig: die Hausboot Sauna Kok mit Blick auf die Oper
Lässig: die Hausboot Sauna Kok mit Blick auf die Oper

Auch wenn Oslo vor der Oper als modernes Wahrzeichen der Stadt vor allem blau glitzert, ist Norwegens Hauptstadt so richtig grün. Direkt am Fjord gelegen ist Oslo von tiefgrünen Wäldern umgeben, ein beliebtes Naherholungsziel der Einwohner. Im Ekelandpark vereint sich Grün sogar mit Kunst – und auch ansonsten wirst du in der Stadt auf viel Streetart und interessante Skulpturen stoßen. Wichtigste Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind das königliche Schloss, der Dom, das Parlament Storting und das Rathaus, in dem jedes Jahr im Dezember der Friedensnobelpreis verliehen wird.

Mit knapp 700.000 Einwohnern ist Oslo die zweitgrößte Stadt in Skandinavien – und doch fühlt es sich gar nicht so an. Direkt vom Hafenviertel Aker Brygge aus kannst du zum Beispiel zu den Inseln im Oslofjord starten und komplett abschalten. Auf der Halbinsel Bygdoy findest du außerdem zahlreiche interessante Museen wie das Vikingskipshuset oder das Kon-Tiki Museum. Und alternativ und kreativ wird’s im Trendviertel Grünerlokka und rund um Oslos Markthalle Mathallen.

Du hättest gerne noch mehr Tipps für Norwegens Hauptstadt? Dann lies doch mal in den Artikel „Oslo: Tipps für ein Sommerwochenende“ rein.

 

Helsinki: die Jüngste

Wahrzeichen von Helsinki: der Dom
Wahrzeichen von Helsinki: der Dom

Helsinki wurde zwar schon 1550 gegründet, war aber lange Zeit ein unbedeutendes Städtchen. Erst seit 1917 ist es die Hauptstadt eines unabhängigen Finnlands. Heute ist Helsinki mit 635.000 Einwohnern nach Stockholm und Oslo sogar die drittgrößte Stadt in Skandinavien. Die Stadt ist total relaxt, was unter anderem an den zahlreichen Saunas liegen kann, die für Finnen einfach zur Lebensart dazu zählen. Oder am Gemeinschaftsgefühl, das sich beispielsweise in Einrichtungen wie der Zentralbibliothek Oodi zeigt – architektonisch und konzeptuell definitiv ein Vorbild.

Helsinkis Wahrzeichen ist aber der Dom, der sich komplett weiß über der Stadt erhebt. Die finnische Hauptstadt hat sogar noch mehr sehenswerte Kirchen im Angebot: von der russisch-orthodox anmutenden Uspenski-Kathedrale über die Kapelle der Stille bis zur Felsenkirche Temppeliaukio Kirkko. Nicht nur bei schlechtem Wetter gibt’s mit mit dem Amos Rex und dem Kiasma zudem einige richtig gute Museen. Und für Foodies sind die Markthalle Vanha Kauppahalli und das Schlachthofviertel Teurastamo ein perfektes Ziel. Das Meer und die Inseln sind auch in Helsinki nicht weit und gehören gerade im Sommer unbedingt mit auf die Todoliste.

Weitere Tipps für Finnlands Hauptstadt findest du im Artikel „Helsinki: Ein Wochenende in Finnlands Hauptstadt“.

 

Reykjavík: die Bunte

Bunte Häuser säumen auch die shoppingmeile Laugavegur
Bunte Häuser säumen auch die shoppingmeile Laugavegur

Beim Gedanken an die skandinavischen Hauptstädte fällt dir Reykjavík sicherlich nicht als erstes ein. Und trotzdem ist das Städtchen mit seinen 120.000 Einwohnern den Besuch wert. Die nördlichste Hauptstadt der Welt ist ein Mix aus bunten Häusern, skandinavischem Design und sympathischen Menschen. Von den kühlen Temperaturen selbst im Sommer lassen sich die Einwohner nämlich nicht abschrecken, sondern treffen sich ganz entspannt zum Bad in einer der heißen Quellen und genießen die gefühlt endlos langen Tage.

Auf die Todoliste für Reykjavík gehören neben der Hallgrímskirkja als Wahrzeichen und dem futuristischen Konzerthaus Harpa unbedingt auch ein Bummel durch die bunte Einkaufsstraße Laugavegur. Hier und über die gesamte Stadt verteilt findest du einige coole Streetart-Kunstwerke. Und für Foodies gehört ein Abstecher Richtung Alter Hafen und ins Grandi-Viertel mit seiner Foodhall und der Schokoladenfabrik unbedingt dazu.

Noch mehr Ideen für den hohen Norden Skandinaviens findest du im Artikel „Reykjavík: Unterwegs durch Islands Hauptstadt „

 

Tórshavn: die Versteckte

Der Osthafen in Tórshavn ist besonders pittoresk
Der Osthafen in Tórshavn ist besonders pittoresk

Mit ihren gerade mal gut 20.000 Einwohnern zählt die wichtigste und größte Stadt der Färöer zu den kleinsten Hauptstädten der Welt. Tórshavn ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum und gehört zu einem Besuch der Inselgruppe mitten im Nordatlantik unbedingt dazu. Wenn du durch die kleinen Gässchen im historischen Zentrum schlenderst,  bekommst du ganz schnell das Gefühl, irgendwo auf dem Dorf und nicht in einer Hauptstadt gelandet zu sein. Zu putzig sind die kleinen Häuschen mit ihren für die Inseln so typischen Grassodendächern.

Auf der Halbinsel Tinganes direkt am kleinen Osthafen gelegen findest du mit dem Løgting eines der ältesten noch bestehenden Parlamente der Welt. Und gleich nebenan kannst du direkt beim Premierminister klingeln. Neben einigen Museen findest du in der Hauptstadt auch nette Restaurants und Cafés sowie eine kleine Einkaufsstraße. Und zu guter letzt ist Tórshavn auch ein perfekter Ausgangspunkt um diese spektakulären Inseln zu entdecken.

Noch mehr über die Färöer Inseln kannst du im Artikel „Die Highlights der Färöer Inseln: 11 Tipps für Entdecker“ lesen und Tipps für die Reise findest du im Beitrag „Urlaub auf den Färöer Inseln: ein Reiseführer“.

 

Praktische Tipps

Nach Kopenhagen kommst du aus dem Norden Deutschlands wunderbar mit der Deutschen Bahn, teilweise gibt es auch Fährverbindungen. Alle skandinavischen Hauptstädte sind außerdem per Direktverbindung von den großen deutschen Flughäfen zu erreichen. Riesig ist keines der Ziele, so dass du eigentlich überall am besten zu Fuß unterwegs bist. In vielen Städten gibt es außerdem Fahrradleihsysteme und natürlich einen gut ausgebauten Nahverkehr. Vergiss bei der Reiseplanung nicht: Fast alle skandinavischen Länder sind teuer, ein Hotel solltest du deshalb möglichst frühzeitig buchen. Und vor allem für eine Reise nach Norwegen, Island oder auf die Färöer Inseln musst du dein Urlaubsbudget deutlich höher ansetzen. Aber es lohnt sich!

Wo gefällt es dir in Skandinavien am besten? Hast du coole Empfehlungen für die Städte im Artikel? Ich freue mich immer über deine Tipps unten in den Kommentaren. Falls du noch mehr Tipps für Skandinavien suchst: Mit diesem Artikel nehme ich an der Blogparade „Faszination Skandinavien“ von The Road Most Traveled teil. Und wenn dir der Artikel gefallen hat, teil ihn doch gerne mit deinen Freunden! Damit du keine neue Geschichte mehr verpasst, kannst du mir außerdem auf Facebook, Pinterest, Instagram, Bloglovin‘ und Tripadvisor folgen. Oder du abonnierst dir My Happy Places als Newsletter. 

 

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Autor

Willkommen bei My happy Places! Ich bin Britta, Journalistin, lebe in Hamburg und liebe es, zu reisen. Hier nehme ich dich mit zu meinen Lieblingsorten rund um die Welt. Viel Spaß!

2 Kommentare

  1. Hallo Britta,
    interessanter Artikel. Skandinavien ist noch ein recht weißer Fleck auf meiner Landkarte. Sieht so aus, als sollte ich das mal ändern. Derzeit denke ich ja über eine Norwegen-Reise nach. Mal schauen, was daraus wird …
    LG
    Stefan

    • Hallo Stefan,
      Skandinavien ist definitiv eine Reise wert – sowohl die Städte als auch die Natur. Norwegen mit seinen Fjorden steht auch noch auf meiner Reiseliste, ist aber leider auch eines der teuersten Reiseländer im Norden… Viel Spaß auf jeden Fall beim Entdecken!
      LG Britta

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