Fjorde, Berge, Fischerdörfer, karibische Strände, atemberaubende Landschaften und dazu Mitternachtssonne oder Polarlichter – die Lofoten gelten als eine der schönsten Inselgruppen der Welt. Tipps für den Urlaub im Norden Norwegens.

Sicher hast du schon irgendwo eines dieser typischen Bilder von den Lofoten gesehen. Kleine, rote Fischerhäuschen vor einer atemberaubenden Bergkulisse oder ein Fußballplatz, der mitten im Meer liegt – dahinter erheben sich beeindruckende Gipfel. Ziemlich weit oben in Norwegen und einige hundert Kilometer nördlich des Polarkreises liegt mit den Lofoten eine Inselgruppe, die nicht nur Outdoorfans und Landschaftsfotografen begeistert. Im Sommer kannst du hier die Mitternachtssonne und nicht enden wollende Tage genießen, in den langen Winternächten siehst du mit etwas Glück Nordlichter.

Etwa 80 Inseln im europäischen Nordmeer gehören zu den Lofoten – und neben der Hauptinsel Austvågøy wirst du sicher auch Gimsøya, Vestvågøy, Flakstadøy und Moskenesøy erkunden. Sie alle sind nämlich über teils spektakulär gelegene Straßen und Brücken entlang der Hauptstraße E10 miteinander verbunden. Die weiter entfernten Inseln Værøy und Røst erreichst du mit der Fähre. Du planst gerade deinen Lofoten-Urlaub und fragst dich, wann die beste Reisezeit ist, wo es auf den Lofoten besonders schön ist und welche Highlights du nicht verpassen solltest? Ich war gerade auf der Inselgruppe im Atlantik unterwegs und verrate dir hier meine Tipps für eine Rundreise über die Lofoten – ein paar Geheimtipps inklusive.

 

Å i Lofoten

Das Å ist der letzte Buchstabe im norwegischen Alphabet – und passenderweise liegt Å i Lofoten am Ende der Inselgruppe. Für uns beginnt allerdings hier am südlichen Ende der Lofoten unsere Rundreise – immer an der E10 entlang, die hier startet. Wenn du wie wir mit der Fähre aus Bodø in Moskenes ankommst, solltest du den Abstecher in das kleine Örtchen auf keinen Fall verpassen. In Å erwartet dich nämlich direkt zum Einstieg das typische Flair der Lofoten: rote Fischerhäuschen, Gestelle zum Trocknen des Stockfischs und dahinter die Berge. Wichtigste Sehenswürdigkeit in Å ist das Norwegische Fischereimuseum. Hier kannst du in Boots- und Lagerhäusern hinter die Kulissen schauen und solltest nicht verpassen, dir in der Bäckerei von 1844 eine der leckeren Zimtschnecken mitzunehmen. Wenn du danach noch Zeit hast, kannst du auch noch einen Abstecher ins Lofoten-Stockfischmuseum machen.

 

Reine

Auf deiner Rundreise über die Lofoten ist der Stopp in Reine ein Must-Do
Auf deiner Rundreise über die Lofoten ist der Stopp in Reine ein Must-Do

Auf deinem Roadtrip von Å aus über die Lofoten solltest du spätestens in Reine den nächsten Zwischenstopp einlegen. Das Zentrum der Gemeinde Moskenes ist der Auftakt zu einer wie an einer Perlenschnur aufeinander folgenden Reihe hübscher Fischerdörfer. Und das Foto von der Brücke hinunter auf den Ort und die dahinter liegenden Berge ist eines der Highlights auf den Lofoten. Den besten Ausblick über diese spektakuläre Landschaft hast du vom Reinebringen, dem Hausberg des Ortes. Die Gipfelwanderung ist allerdings nicht ganz einfach und du solltest sie nur bei gutem Wetter unternehmen. Da es bei unserem Besuch sehr wechselhaft war, müssen wir uns die Wanderung für ein nächstes Mal aufheben. Stattdessen kannst du durch den kleinen Ort spazieren und das Flair genießen.

 

Sakrisøy

Nächstes Lofoten-Highlight ist Sakrisøy. Auch dieser Ort liegt malerisch am Fjord, umgeben von einer spektakulären Bergkulisse – mit dem Unterschied: In Sakrisøy sind die Fischerhütten nicht rot, sondern gelb. In einem dieser gelben Häuschen – direkt neben dem bekannten Instagram-Hotspot – liegt der Feinkostladen Anitas Seefood, auf Norwegisch Anita’s Sjømat. „Es gibt Leute, die aus Bodø für ein Fischbrötchen bei Anita auf die Lofoten fahren“, hatte mir mein ehemaliger Kollege Carsten, der seit ein paar Jahren hier im Norden Norwegens lebt, mit auf den Weg gegeben. Keine Frage also, dass wir den berühmten Ole Brumm-Fischburger (Norwegisch für Winnie the Pooh) unbedingt probieren müssen. Dieser Lofoten-Tipp ist wahrlich kein Geheimtipp, lohnt sich aber wirklich. Erst recht, wenn du so grandioses Wetter erwischt und den atemberaubenden Ausblick genießen kannst. Kauf doch anschließend bei Anita noch ein paar Urlaubsmitbringsel ein – von Stockfisch über Käse und Salz bis zu Marmelade von den Lofoten.

 

Hamnøy

Der Ausblick auf den kleinen Fischerort Hamnøy zählt zu den Highlights und schönsten Fotospots auf den Lofoten
Der Ausblick auf den kleinen Fischerort Hamnøy zählt zu den Highlights und schönsten Fotospots auf den Lofoten

Nur einen Spaziergang von Sakrisøy entfernt steht als nächstes der Zwischenstopp in Hamnøy auf dem Programm. Der Ausblick von der Brücke der E10 hinunter auf das so typische Fischerdorf mit seinen roten Hütten ist DAS typische Bild von den Lofoten, das du sicher auch schon irgendwo gesehen hast. Aber auch ein Blick nach links und rechts ist in Hamnøy nicht weniger spektakulär, gehört das kleine Fischerdorf doch zweifelsohne zu den schönsten Orten auf den Lofoten. Genau wie Reine und Sakrisøy wird auch Hamnøy von dieser beeindruckenden Kulisse aus Reinefjord und zerklüfteten Gipfeln im Hintergrund bestimmt. Im Vordergrund stehen die roten Fischerhütten Eliassen Rorbuer, in denen du während deines Urlaubs sogar übernachten und das besondere Flair noch intensiver genießen kannst.

 

Ramberg

Am Strand von Ramberg fühlst du dich bei dem Wetter fast wie in der Karibik
Am Strand von Ramberg fühlst du dich bei dem Wetter fast wie in der Karibik

Nach dieser Aneinanderreihung von Lofoten-Highlights fährst du bis zum nächsten Zwischenstopp erstmal ein Stück an der E10 entlang bis auf die Nachbarinsel Flakstadøy – und wähnst dich einige Kilometer weiter plötzlich in der Karibik. Selbst an grauen Regentagen schimmert das Wasser am Strand von Ramberg blaugrün – und wenn dann so wie heute auch noch die Sonne scheint und du am weißen Sandstrand entlang spazierst, vergisst du ganz schnell, dass du dich gerade nördlich des Polarkreises befindest. Wenn du mit dem Wohnmobil oder Bulli Urlaub auf den Lofoten machst, liegt hier am Strand auch einer der schönsten Campingplätze der Inselgruppe. Am besten sicherst du dir im Lofoten Beach Camp einen der Stellplätze ganz vorne am Wasser und genießt später den Sonnenuntergang.

 

Flakstad

Eine der schönsten Kirchen auf den Lofoten ist das rote Gotteshaus in Flakstad
Eine der schönsten Kirchen auf den Lofoten ist das rote Gotteshaus in Flakstad

Wieder kaum mehr als einen Steinwurf oder Strandspaziergang entfernt von Ramberg liegt der nächste Zwischenstopp auf unserer Rundreise über die Lofoten in Flakstad. Schon von der E10 aus kannst du das Highlight des Ortes erkennen: die rote Kirche mit ihrem Zwiebelturm. Die Kirche von Flakstad gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Lofoten und ist die zweitälteste Kirche der Inselgruppe. Die Pfarrkirche von 1780 besteht hauptsächlich aus Treibholz aus Sibirien, das hier im Norden Norwegens angeschwemmt wird. Und auch in Flakstad lohnt sich ein Abstecher an den Strand, der hier ähnlich weiß und karibisch wie in Ramberg ist.

 

Nusfjord

Unser nächstes Ziel ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten auf den Lofoten und wenn du nur Zeit für einen Abstecher von der E 10 hast, dann solltest du diesen unbedingt einplanen. Allein der etwa sechs Kilometer lange Weg ist großartig. Am Ende liegt Nusfjord, das als am besten erhaltenes Fischerdorf der Lofoten gilt. Die historischen Häuschen stehen rund um den kleinen Hafen und sind heute ein Museum. Der Ort gehörte 1975 nämlich zu den norwegischen Pilotprojekten für das europäische Denkmalschutzjahr – und so ist er bestens erhalten und du kannst hinter die Kulissen von Räucherei, Bootshäusern oder Krämerladen schauen. Eine kleine Zeitreise gibt es gratis dazu, zum Beispiel in der Bäckerei von 1877. Hier musst du unbedingt die Zimtschnecken oder eine der weiteren liebevoll hergestellten Leckereien probieren! Und das Beste: Auch in Nusfjord kannst du in den historischen Rorbuer übernachten und die einzigartige Atmosphäre an einem der schönsten Orte auf den Lofoten genießen.

 

Übernachten im Rorbu

Must-do auf den Lofoten: eine Nacht im Rorbuer
Must-do auf den Lofoten: eine Nacht im Rorbuer

Die meisten Lofotenurlauber reisen mit dem eigenen Wohnmobil auf die Inseln und sind vor allem auf der Suche nach einem Stellplatz am Fjord oder Campingplatz mit Ausblick. Selbst wenn du dein Zuhause auf vier Rädern dabei hast, kann ich aber zumindest eine Übernachtung in einer typischen Lofoten-Unterkunft sehr empfehlen – dem Rorbu. Das Wort setzt sich aus „Ro“ für Rudern und „bu“ für Wohnen zusammen und heißt so viel wie „saisonal genutzte Fischerhütte“. Wo früher also die Fischer während der Fangsaison übernachtet haben, findest du heute in vielen Orten auf den Lofoten eine authentische Alternative zum Hotel. Wir haben beispielsweise eine Nacht im Nusfjord Arctic Resort verbracht. Einige der historischen Hütten in dem Fischerdorf wurden modernen Standards angepasst, andere kommen noch sehr original daher. Wir hatten tatsächlich eine Hütte, die eigentlich einer lokalen Familie gehört und nur zeitweise an Gäste vermietet wird – ein tolles Erlebnis und Highlight unserer Lofotenreise.

 

Abseits der Hauptstraße

Die Ausblicke sind während des Roadtrips über die Lofoten immer wieder traumhaft
Die Ausblicke sind während des Roadtrips über die Lofoten immer wieder traumhaft

Beim Roadtrip über die Lofoten ist oft schon der Weg das Ziel. Hinter so gut wie jeder Kurve versteckt sich ein nächster grandioser Ausblick und du kannst nicht anders als diese wunderbare Landschaft bewundern. Selbst auf der Hauptstraße E10 kommst du an vielen tollen Ecken vorbei und siehst kleine Fischerdörfer, spektakuläre Felsen oder karibisch anmutende Strände. Einer meiner Tipps für die Lofoten ist aber definitiv: Immer mal wieder einen Abstecher auf die Nebenstraßen machen. Dort kannst du auf deiner Rundreise auch die etwas versteckten, nicht ganz so häufig besuchten Orte entdecken. Und vielleicht hast du Glück und siehst einen Elch. Schafe werden dir genau wie auf den Faröer Inseln auf jeden Fall einige begegnen.

 

Glashütte Vikten

In der Glasbläserei in Vikten findest du tolle Mitbringsel von den Lofoten
In der Glasbläserei in Vikten findest du tolle Mitbringsel von den Lofoten

Einen solchen Abstecher musst du zum Beispiel zur Glashütte nach Vikten machen – auch ein Tipp, wenn du auf den Lofoten mal einen Regentag erwischt hast und das Wetter nicht mitspielt. Auch nach Vikten ist der Weg sehenswert, vorbei an grünen Berghängen. In der Glasshytta kannst du dann zuschauen, wie Familie Tangrand Kunstwerke aus Glas zaubert. Gründer Åsvar Tangrand hat Mitte der 70er als erster in Nord-Norwegen mit der Glasbläserei angefangen. Heute führt sein Sohn die Glashütte. Schon das Gebäude selbst ist sehenswert, genauso wie die Ausblicke vom kleinen Café hinaus aufs Wasser. Und vielleicht findest du hier ja auch ein schönes Mitbringsel von den Lofoten.

 

Haukland Beach

Fast wie in der Karibik: das Wasser am Haukland Beach
Fast wie in der Karibik: das Wasser am Haukland Beach

Du bist auf der Suche nach einem schönen Strand auf den Lofoten? Davon gibt es auf der Inselgruppe natürlich eine ganze Menge. Was viele Besucher aber immer wieder sprachlos macht: Du findest hier im Norden Norwegens tatsächlich Strände, die dich eher an die Südsee erinnern. Einer davon ist Haukland Beach – ein Highlight auf den Lofoten. Türkisblaues, glasklares Wasser und weißer Sandstrand – wer denkt bei dieser Szenerie bitte nicht direkt an die Karibik? Nur ist das Wasser trotz des milden Golfstroms nicht ganz so warm. Der Abstecher lohnt sich trotzdem. Und du hast sogar noch zwei Strandalternativen direkt ums Eck. Den Auftakt macht der Strand von Vik und nur ein Stückchen weiter folgt der Strand von Uttakleiv. Dorthin kannst du entlang der alten Zufahrtsstraße am Wasser entlang wandern – oder du nimmst den etwas abenteuerlichen Tunnel.

 

Unstad

Unstad Beach gilt als der Surfspot jenseits des Polarkreises
Unstad Beach gilt als der Surfspot jenseits des Polarkreises

Surfen nördlich des Polarkreises ist viel zu kalt und ungemütlich? Erzähl das mal den Arctic Surfern am Strand von Unstad! Wenn hier am Ende der Welt – oder zumindest der Lofoten – Surfbretter im Vorgarten stehen, dann hat das etwas zu bedeuten. Wir haben einen der Schlechtwettertage erwischt. Es ist kalt und ungemütlich und der Regen lässt die grün bewachsenen Berghänge gegenüber kaum durchscheinen. Das stört aber einige hartgesottene Surfer nicht, die im Wasser auf die nächste Welle warten. Das kleine Dorf Unstad ist ein Paradies des Arctic Surfings. Treffpunkt der Community ist das Unstad Arctic Surf. Du möchtest im Norden Norwegens ein bisschen Surfer-Atmosphäre schnuppern? Dann bist du hier goldrichtig. Die Zimtschnecken im Café zählen übrigens zu den besten der Insel – und Beach Flair und Surfer Vibes gibt’s quasi gratis dazu.

 

Wikingermuseum Borg

Klassische Sehenswürdigkeiten gibt es auf den Lofoten nur wenige. Die Inseln selbst und ihre wunderschöne Natur sind Anziehungspunkt genug. Für einen Lofoten-Urlaub mit Kindern oder Schlechtwettertage gibt es aber eine Top-Sehenswürdigkeit: das Wikingermuseum in Borg. Der Ort war in der Eisenzeit ein Häuptlingssitz der Wikinger und in den 80er Jahren ist ein Landwirt beim Pflügen auf Reste eines Langhauses gestoßen. Was dann bei Ausgrabungen entdeckt wurde, ist das größte Gebäude aus der Wikingerzeit, das je in Skandinavien entdeckt wurde. Heute kannst du im Wikingermuseum Lofotr in einem Nachbau des Langhauses neben der eigentlichen Fundstelle in die Lebensweise der Wikinger eintauchen. Das Museum zeigt außerdem Fundstücke von den Ausgrabungen. Nicht verpassen solltest du auch den Spaziergang zum kleinen Hafen, an dem nachgebaute Wikingerschiffe vor Anker liegen.

 

Stamsund

Der Fischerort Stamsund liegt abseits der Touristenroute
Der Fischerort Stamsund liegt abseits der Touristenroute

An dem kleinen Hafenörtchen Stamsund kommst du vorbei, wenn du auf Vestvågøy statt auf der E10 Richtung Borg weiterzufahren, die Alternativroute entlang der RV815 nimmst. Die Route führt dich über weite Strecken direkt am Vestfjord entlang und hinter jeder Kurve erwarten dich neue Ausblicke auf den Fjord, die Berge und die kleinen Buchten. Mein Tipp: Falls du auf den Lofoten in beide Richtungen unterwegs bist, nimm einmal die eine und beim nächsten Mal die andere Strecke. So kannst du die verschiedenen Ausblicke genießen. Ein Zwischenstopp lohnt sich in Stamsund, einem der größten Fischerdörfer auf den Lofoten. Etwas abseits vom Trubel gelegen, geht es hier noch authentisch zu. Wer auf einer Hurtigruten-Tour unterwegs ist, kennt den Ort außerdem als Hafen der Postschifflinie.

 

Insel Gimsøy

Die Insel Gimsøy wird oft vergessen und auch unser Reiseführer erwähnt sie nur ganz kurz. Dabei ist die kleine Insel zwischen Vestvågøy und Austvågøya durchaus den Abstecher von der E10 wert. Du suchst nach einem Lofoten-Geheimtipp und Orten abseits des Touristentrubels? Dann solltest du auf deiner Rundreise über die Lofoten den Abstecher nach Gimsøy unbedingt einplanen. Die Natur ist hier etwas weniger spektakulär als auf den Nachbarinseln, dafür findest du auf Gimsøy authentische Orte und ein paar versteckte Sehenswürdigkeiten. Als erstes kommst du an der kleinen Holzkirche von Gimsøy vorbei, hinter der sich bei gutem Wetter der Bergpanorama eröffnet. Auch der Spaziergang zum kleinen Leuchtturm von Hovsund lohnt sich. Hier findest du sogar einen alten Walknochen. Und wenn du Street Art magst, solltest du noch einen Zwischenstopp am verlassenen Haus mit dem Schmetterling des norwegischen Street Art-Künstlers Pøbel einplanen.

 

Henningsvær

Kunst gibt es auch im nächsten Ort. Aber erstmal solltest du die Fahrt nach Henningsvær genießen. Die acht Kilometer lange Küstenstraße überrascht dich wieder mit grandiosen Ausblicken. In Henningsvær angekommen, landest du direkt an der Kaviar Factory. Das kleine Kunstmuseum hat nicht nur eine tolle Lage, sondern bietet auch spannende Ausstellungen. Design von den Lofoten findest du auch in der Galerie Engelskmannsbrygga – und sogar Street Art kannst du in Henningsvær entdecken. Durch seine Lage auf zahlreichen kleinen Inseln trägt der Ort den Beinamen „Venedig des Nordens“. Das ist etwas übertrieben, trotzdem findest du genau dort eine der Top-Sehenswürdigkeiten der Lofoten: den Fußballplatz von Henningsvær mit seiner spektakulären Lage im Fjord. Zurück im Ort lässt du dich einfach treiben. Du findest süße Cafés, hübsche kleine Lädchen und mit der Trevarefabrikken ein cooles Konzept: In der alten Holzwarenfabrik empfangen dich Hotel, Café, Restaurant – und eine Sauna mit Fjordblick.

 

Kabelvåg

Eine der Sehenswürdigkeiten bei schlechtem Wetter ist das Lofotenmuseum in Kabelvåg
Eine der Sehenswürdigkeiten bei schlechtem Wetter ist das Lofotenmuseum in Kabelvåg

In dem kleinen Örtchen Kabelvåg erwarten dich gleich einige Lofoten-Sehenswürdigkeiten. Auf der E10 fährst du direkt an der Kirche von 1898 vorbei, der zweitgrößten Holzkirche Norwegens. Hier lohnt sich zumindest ein kurzer Blick ins Innere. Anschließend fährst du in den Ortsteil Storvagan weiter, wo direkt am Fjord gleich drei Attraktionen nebeneinander liegen. Das Lofoten-Aquarium ist wieder eine tolle Alternative für schlechtes Wetter oder einen Urlaub mit Kindern. In der Galleri Espolin findest du Werke des norwegischen Künstlers Kaare Espolin-Johnson und das Lofoten-Museum bietet dir Einblicke in die Lebensweise auf den Inseln. Direkt gegenüber findest du mit dem Nyvågar Rorbuhotell außerdem eine moderne alternative der Rorbuer.

 

Svolvær

In der Hauptstadt Svolvær trifft Historie auf Moderne
In der Hauptstadt Svolvær trifft Historie auf Moderne

Unser Roadtrip über die Lofoten endet in Svolvær, dem Hauptort der Inselgruppe. Rund um den Hafen treffen historische Fischerhäuser auf moderne Architektur und im Zentrum des Ortes erwarten dich verschiedene Restaurants und Geschäfte. In Svolvær findest du außerdem die größten Hotels der Inselgruppe und kannst – falls du noch weiter Richtung Narvik fährst, nochmal einkaufen. Für uns geht es von hier zurück nach Moskenes. Du kannst in Svolvær aber auch die Fähre nach Skutvik nehmen, wenn du nicht weiter auf die Vesterålen möchtest oder über den Landweg weiterfährst. Uns hat Svolvær nicht so richtig überzeugt. Die Stadt eignet sich aber als Ausgangspunkt für Wanderungen oder einen Ausflug zum Trollfjord, den du nur per Boot erreichen kannst. Und falls du auf der Suche nach einer etwas anderen Bar bist, lohnt sich der Abstecher auf einen Drink an der Eisbar im Magic Ice.

 

Praktische Tipps

Die Anreise auf die Lofoten ist nicht ganz einfach, weshalb die Inselgruppe trotz ihrer Beliebtheit weiterhin nicht komplett überlaufen ist. Direktflüge aus Deutschland gibt es nicht, du musst mindestens einmal in Oslo umsteigen, meistens sogar noch ein zweites Mal beispielsweise in Bodø, um von dort weiter nach Svolvær oder Leknes auf den Lofoten zu fliegen. Mit dem Auto oder Wohnmobil kannst du entweder den Landweg über Narvik oder die Autofähren ab Bodø nach Moskenes bzw. von Skutvik nach Svolvær nehmen. Dann verbindest du die Reise am besten mit einem Roadtrip durch Norwegen. Wenn du nicht mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs bist, solltest du dir vor Ort einen Mietwagen nehmen. Achtung mit den Geschwindigkeiten: Bereits für minimale Überschreitungen zahlst du in Norwegen hohe Bußgelder!

Die beste Reisezeit für die Lofoten ist im Sommer zur Mitternachtssonne oder ab September, um Polarlichter zu sehen. Von Mitte Juni bis in den August machen auch viele Norweger im eigenen Land und auf den Lofoten Urlaub. Für diese Zeit solltest du möglichst frühzeitig deine Unterkünfte reservieren. Buchen kannst du bei Booking.com. Noch mehr Tipps von unterwegs und viele Bilder findest du in meinen Instagram Storys.

Warst du schon auf den Lofoten im Urlaub? Wo hat es dir besonders gefallen? Hast du noch mehr Tipps für eine Reise in den Norden Norwegens? Dann freue ich mich, über deinen Kommentar! Und wenn dir der Artikel gefallen hat, teil ihn doch gerne mit deinen Freunden! Damit du keine neue Geschichte mehr verpasst, kannst du mir außerdem auf Facebook, Pinterest, Instagram, Bloglovin, Flipboard oder Tripadvisor folgen. Oder du abonnierst dir My Happy Places als Newsletter.

 

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Autor

Willkommen bei My happy Places! Ich bin Britta, Journalistin, lebe in Hamburg und liebe es, zu reisen. Hier nehme ich dich mit zu meinen Lieblingsorten rund um die Welt. Viel Spaß!

6 Kommentare

  1. Ach, die Lofoten. Ein Ziel, das schon so lange auf meiner Liste steht. Bisher kenne ich sie leider nur von Blogartikeln, die mich dann wieder daran erinnern, warum ich auch so gerne mal hin möchte. Danke für die Inspiration 🙂
    Viele Grüße
    Christina

    • Liebe Christina,
      ich freue mich, dass ich dich inspirieren konnte! Die Lofoten lohnen sich auf jeden Fall sehr für eine Reise 🙂
      Liebe Grüße
      Britta

  2. Liebe Britta,
    vor ungefähr dreißig Jahren musste ich als blutjunge Reiseleiterin eine Gruppe zum Nordkap begleiten. Es regnete drei Wochen lang. Als wir auf die Lofoten kamen, lachte plötzlich die Sonne vom Himmel und die Inseln zeigten ihre unglaublichen Farben. Mit deinem Artikel und den tollen Fotos konnte ich nochmal in Erinnerungen schwelgen. Und vielleicht schaffe ich es ja nochmal auf die Inseln. Dein Artikel ist auf jeden Fall gespeichert.
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,
      mit dem Wetter war es bei uns genau umgedreht 😉 Nach zehn Tagen herrlichstem Sonnenschein wurden wir auf den Lofoten vom Regen begrüßt. Auf den Inseln gibt es mit den verschiedenen Museen ja aber auch an Schlechtwettertagen genug zu sehen. Und wenn die Sonne rauskommt, ist es einfach traumhaft! Es lohnt sich also sicher, die Reiseerinnerungen nochmal aufzufrischen 🙂
      Liebe Grüße
      Britta

  3. Liebe Britta,

    was für traumhaft tolle Fotos! Vielen Dank für die Tipps! Als wir vor einigen Jahren die Lofoten besucht haben, haben wir leider eine sehr regnerische Woche erwischt. Deine Fotos und Tipps machen Lust, die schöne Landschaften auf jeden Fall noch einmal zu besuchen!

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Vielen Dank, liebe Tanja 🙂
      Wir hatten zum Start ja auch Regen und einen wolkenverhangenen Himmel – und das hatte fast etwas Mystisches. Wirklich traumhaft sind die Lofoten aber bei Sonnenschein. Dann wird rundum sichtbar, was für ein besonderes Fleckchen diese Inseln sind. Ich würde auch sofort nochmal hinfahren 😉
      Liebe Grüße
      Britta

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