Der Hamburger Hafengeburtstag im Mai ist das Highlight. Aber auch die Cruise Days, die Stippvisiten der Queen Mary 2 oder die Schiffstaufen vor der Elbphilharmonie sind perfekt zum Schiffe gucken. Hier gibt’s meine Tipps.

Er gilt als das größte Hafenfest der Welt und bringt jedes Jahr mehr als 300 Schiffe und rund 1,5 Millionen Gäste in die Hansestadt: der Hamburger Hafengeburtstag. Im Mai 1189 stellte laut der Legende Kaiser Friedrich Barbarossa den Hamburgern einen Freibrief aus, der Schiffen auf der Elbe bis an die Nordsee Zollfreiheit gewährte. Diese Geburtsstunde des Hafens wird jedes Jahr gefeiert, 2018 bereits zum 829. Mal.

Wie immer steht Hamburgs maritimes Zentrum im Mittelpunkt. Der drittgrößte Hafen Europas macht die Hansestadt zum „Tor zur Welt“ und ist eigentlich jeden Tag sehenswert. Immer wenn wir Gäste haben, ist der Hafen eines der wichtigsten Ziele. Gigantische Containerschiffe, Kreuzfahrtriesen, Barkassen, Segelboote oder Hafenfähren: Es vergeht kein Tag, an dem es hier nichts zu sehen gibt.

Wahrzeichen im Hafen: die Elbphilharmonie steht auch beim Hafengeburtstag im Mittelpunkt
Wahrzeichen im Hafen: die Elbphilharmonie steht auch beim Hafengeburtstag im Mittelpunkt

Jedes Jahr im Mai zum Hafengeburtstag geht allerdings allen Schiffsfans so richtig das Herz auf. Rund um die Elbphilharmonie als neues Wahrzeichen werden Elbe und Hafen dann zum maritimen Laufsteg für hunderte von Schiffen aus aller Welt.

Hafengeburtstag: von Einlaufparade bis Schlepperballett

Angefangen vom Traditionssegler und Windjammer über Kreuzfahrtschiffe und Segelyachten bis zu Museumsschiffen oder den Einsatzschiffen von Wasserschutzpolizei, Küstenwache und Zoll: Sie alle fahren zur Einlaufparade die Elbe entlang. Und die Hamburger und ihre Gäste säumen die Route entlang der Elbe und stehen Spalier – und das nun schon seit vielen Jahrzehnten.

Entlang der Hafenpromenade stehen zur Einlaufparade tausende von Zuschauern
Entlang der Hafenpromenade stehen zur Einlaufparade tausende von Zuschauern

In der Hansestadt ist es Tradition, jedes Schiff mit der Nationalhymne zu begrüßen – eigentlich an der Schiffsbegrüßungsanlage am Willkomm Höft in Wedel. Zum Hafengeburtstag gibt es diese Ehre gleich doppelt, wenn auch an den Landungsbrücken nochmal die Hymne gespielt wird. Die Zuschauerplätze dort sind deshalb besonders beliebt, aber auch genauso schnell weg.

Es gibt allerdings zahlreiche Alternativen, um die Einlaufparade trotzdem von einem Logenplatz aus zu beobachten. Beliebt ist zum Beispiel auch die Fläche unterhalb vom Hotel Hafen Hamburg oder der Jugendherberge „Auf dem Stintfang“. Von dem kleinen Hügel blickst du von oben aufs Geschehen. Und auch vom gegenüberliegenden Elbufer hast du einen tollen Ausblick, Hamburgs Hafenskyline mit Elbphilharmonie und Michel inklusive. Die Terrasse vorne an der Elbe unweit vom Alten Elbtunnel oder auch das Gelände vor den Musical Theatern sind zwar schon längst keine Geheimtipps mehr, hier ist es trotzdem deutlich ruhiger.

Immer spannend: eine Präsentation der Seenot-Rettungsübungen auf der Elbe
Immer spannend: eine Präsentation der Seenot-Rettungsübungen auf der Elbe

Hier hast du auch einen perfekten Standort, um dir das berühmte Schlepperballett, die wirklich spektakulären Seenot-Rettungsübungen mit Feuerwehrschiff und Hubschraubern oder die Parade der historischen Dampf- und Segelschiffe anzuschauen. Auf einigen der Traditionsschiffe gibt es übrigens die Möglichkeit mitzufahren – ein toller Perspektivwechsel, der dich den Hafengeburtstag direkt auf dem Wasser hautnah erleben lässt.

Feuerwerk und Schiffstaufe als farbenfrohe Highlights

In Hamburg gibt es an mehr als 200 Tagen im Jahr ein Feuerwerk – und das darf deshalb auch beim Hafengeburtstag nicht fehlen. Das traditionelle Feuerwerk am Samstagabend ist ein absolutes Muss. Der stimmungsvolle Höhepunkt verwandelt kurz nach Einbruch der Dunkelheit den Nachthimmel über der Elbe und den Landungsbrücken in ein funkelndes Lichtermeer. Noch spektakulärer wird es, wenn dieses Feuerwerk außerdem noch mit einer Schiffstaufe verbunden ist. Um hier einen tollen Blick zu haben, ist übrigens wieder ein Standort oberhalb der Landungsbrücken perfekt.

Beim Hafengeburtstag gibt es aber nicht nur Schiffe zu sehen. Die Hafenmeile zieht sich von der HafenCity über die Landungsbrücken bis zur Fischauktionshalle am Hafen entlang. Hier findest du eine breite Auswahl an gastronomischen Ständen. Außerdem kannst du dich bei den verschiedenen Redereien über den nächsten Törn informieren. Vom Riesenrad unweit vom Fischmarkt hast du einen tollen Ausblick auf das Spektakel von ganz oben. Und auch im Traditionsschiffhafen, im Grasbrookhafen, in der Speicherstadt und im Museumshafen Övelgönne gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Schiffe gucken in Hamburg: Cruise Days, Schiffstaufen & Co.

Alle zwei Jahre machen mittlerweile die Cruise Days Hamburg zum Kreuzfahrt Hot Spot in Europa. Eine halbe Million Besucher war bei der letzten Ausgabe im September 2017 dabei. Das Event mit seiner großen Parade der Kreuzfahrtschiffe und dem Feuerwerk entwickelt sich immer mehr zum zweiten Hafengeburtstag.

Die Elbphilharmonie dient mittlerweile auch als Großleinwand für Schiffstaufen
Die Elbphilharmonie dient mittlerweile auch als Großleinwand für Schiffstaufen

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, sich die nächste Ausgabe vom 13. bis 15. September 2019 schon jetzt zu notieren. Parallel zu den Cruise Days macht Hamburgs Hafen alle zwei Jahre blau. Der Lichtkünstler Michael Batz verwandelt mit seinem Blue Port den Hafen in eine riesige Kunstaktion – und die ist mehr als sehenswert.

Auch die Konturen der Elbphilharmonie leuchten dann in einem hellen Blau. Hamburgs neues Wahrzeichen ist mittlerweile der Hotspot im Hafen – und unter anderem Kulisse für spektakuläre Schiffstaufen. Zu den maritimen Höhepunkten in der Hansestadt zählen außerdem die Besuche der Queen Mary 2. Das Lieblingsschiff der Hamburger ist immer wieder an der Elbe zu Gast – und zieht Mal um Mal zahlreiche Zuschauer Richtung Hafen (siehe Aufmacherfoto).

Wer es ruhiger mag, schaut etwas flussabwärts zum Beispiel in Blankense den Schiffen hinterher
Wer es ruhiger mag, schaut etwas flussabwärts zum Beispiel in Blankense den Schiffen hinterher

Wenn dir das alles zu viel Trubel ist, dann kannst du dir elbabwärts aber auch immer ein ruhigeres Fleckchen suchen. Beliebt sind der Elbstrand in Övelgönne oder das Falkensteiner Ufer. Dort kannst du den großen und kleinen Schiffen hinterherschauen, denn hier müssen sie auf ihrem Weg Richtung Nordsee alle vorbei.

Wo du in Hamburg bei einem Kaffee Schiffe spotten kannst, verrate ich dir im Artikel „Schiffe gucken: 3 Lieblingscafés an der Elbe“.  Und wenn du wissen möchtest, welches Schiff gerade vorbei fährt, dann empfehle ich dir den Schiffsradar in der Hamburg App oder die Übersicht der erwarteten Schiffe auf der Website vom Hafen Hamburg.

 

Praktische Infos:

Mit dem Feiertag am Donnerstag wird der 829. Hafengeburtstag 2018 wieder vier Tage lang gefeiert: Vom 10. bis 13. Mai verwandelt sich Hamburg in ein Mekka für Schiffsfans. Weitere Informationen, das Programm sowie eine Übersicht der teilnehmenden Schiffe und für mögliche Begleitfahrten findest du unter www.hamburg.de/hafengeburtstag. 2018 ist erstmals auch die Elbphilharmonie mit in das Programm einbezogen und Südafrika als Länderpartner präsentiert sich an der Kehrwiederspitze. Und falls du auch Tipps hast: Ich freue mich wie immer über Kommentare!

Autor

Willkommen bei My happy Places! Ich bin Britta, Journalistin, lebe in Hamburg und liebe es, zu reisen. Hier nehme ich dich mit zu meinen Lieblingsorten rund um die Welt. Viel Spaß!

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