Australien in drei Wochen und kein Highlight auslassen? Geht nicht! Geht doch, fanden wir und sind zum Roadtrip durch Down Under gestartet – von Sydney und Melbourne über Ayers Rock bis zum Great Barrier Reef. Hier gibt’s meine 10 Highlights.

1. Sydney entdecken

Mit Opernhaus und Harbour Bridge gehört Sydney zum Pflichtprogramm jeder Australienreise. Die Vier-Millionen-Stadt hat aber natürlich noch viel mehr zu bieten als diese beiden Top-Attraktionen. Ein weiteres Highlight ist definitiv die Nähe zur Küste mit ihren unzähligen Buchten und Stränden. Sydneys cooler Stadtstrand Bondi Beach ist international bekannt – und auch Mosman oder Watsons Bay sind nur eine kurze Fährfahrt von der Innenstadt entfernt.

Sydneys Wahrzeichen: Opera House und Harbour Bridge
Sydneys Wahrzeichen: Opera House und Harbour Bridge

Auch in der Stadt gibt es neben den Pflichtprogrammpunkten einiges zu entdecken. Direkt unterhalb der Harbour Bridge erstreckt sich das historische Viertel The Rocks. Hier wurde Sydney gegründet – und auch wenn es in den kleinen Gässchen mittlerweile sehr touristisch zugeht, lohnt sich ein Spaziergang. Mittags kannst du es den Sydneysidern gleich tun und einen Lunch im Botanischen Garten einplanen. Vom Aussichtspunkt Mrs Macquarie’s Chair hast du übrigens einen der schönsten Ausblicke auf Opernhaus und Harbour Bridge.

Zum Shoppen geht’s in die George oder Pitt Street – und unbedingt auch ins Queen Victoria Building. Das aufwändig renovierte Kaufhaus aus dem späten 19. Jahrhundert versetzt dich zurück in eine andere Zeit. Geschäfte, Cafés und Restaurants gibt’s hier natürlich auch.

Direkt nebenan lohnen noch das Rathaus und die St. Andrew’s Cathedral einen Besuch, bevor sich im Anschluss ein Bummel durch Sydneys Chinatown anbietet. Von hier geht’s weiter Richtung Darling Harbour mit seinen Restaurants und Bars direkt am Wasser.

Und wenn du nicht auf dein Glück hoffen willst, auf der Reise Kängurus oder Koalas zu treffen, empfiehlt sich ein Ausflug in den Taronga Zoo. Ein spektakulärer Hafenblick ist hier inklusive.

2. Atemberaubende Unterwasserwelt am Great Barrier Reef

Türkisblaues Wasser, Korallen, die in allen Farben leuchten und bunte Fische – das Great Barrier Reef bietet eine atemberaubende und unvergessliche Unterwasserwelt. Über 2.000 Kilometer erstreckt sich das einzigartige Weltnaturerbe vor Australiens Ostküste. Insgesamt besteht es aus etwa 3.000 einzelnen Riffen. Ob Tagestouren, Tauchausflüge oder mehrtägige Segeltrips – es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, das Reef für sich zu entdecken.

Es bleibt nur vielleicht gar nicht mehr viel Zeit: Forscher sehen das Naturweltwunder in Gefahr. Mehr als ein Drittel der Korallen sollen bereits durch ein Massenkorallenbleichen zerstört worden sein. Und tatsächlich leuchten viele nicht mehr in den buntesten Farben. Übrig bleibt das bleiche und hässliche Grau der Kalkgerippe. Bedrückend, die Bedrohungen dieses Weltnaturerbes aus nächster Nähe zu sehen.

Atemberaubend schön und kaum mit der Kamera festzuhalten: die Unterwasserwelt am Great Barrier Reef
Atemberaubend schön und kaum mit der Kamera festzuhalten: die Unterwasserwelt am Great Barrier Reef

Für uns war das Eintauchen in diese einmalige Unterwasserwelt trotzdem das Highlight der Reise. Gestartet sind wir ganz im Norden: Von Cape Tribulation ist das Mackay-Riff nur eine knappe halbe Stunde mit dem Boot entfernt. So nah kommen die Korallen der Küste sonst nirgends. Und so hatten wir auf unserer Ocean Safari beim Schnorcheln mehr Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes in eine ganz andere Welt einzutauchen. Die ist hier zum Greifen nah: Direkt unter der Wasseroberfläche bieten sich unvergessliche Ausblicke. Korallen in allen erdenklichen Farben, riesige Muscheln, bunte Fische – und als Highlight: Meeresschildkröten. Ein Abenteuer mit Suchtgefahr und unbeschreiblich schön.

3. Australien pur: Ayers Rock

Dieser Berg ist weltberühmt und auf Postkarten hast du ihn wahrscheinlich auch schon gesehen. Trotzdem ist es etwas ganz anderes, dieses Heiligtum der Aborigines aus nächster Nähe vor sich zu haben. In Australien ist der Ayers Rock übrigens vor allem unter seinem Aboriginenamen bekannt: Uluru.

Es ist fast Mittag, als wir den Uluru das erste Mal sehen: Aus dem Flieger haben wir das Weltkulturerbe von oben im Blick. Im Touristenstädchen Yulara gelandet, ist der knapp 350 Meter hohe Felsen immer noch am Horizont zu sehen. Für uns geht es aber als erstes zur zweiten Sehenswürdigkeit hier im Zentrum des Outbacks: den Olgas oder auch Kata Tjuta. Für eine große Wanderung ist es im März mit fast 40 Grad zu warm, aber auch eine kurze Tour durch diese überdimensionalen Felsen ist beeindruckend.

Danach ist es Zeit für das eigentliche Ziel: Fast den gesamten Rückweg haben wir den Uluru im Blick. Wir kommen immer näher – und dann liegt er groß vor uns. Völlig unwirklich steht dieser heilige Berg der Aborigines mitten im Outback. Und jetzt am späten Nachmittag, wenn die Sonne langsam gen Horizont wandert, entfaltet er seine schönste Strahlkraft. Dieser Sonnenuntergang am Uluru ist eines der Top-Highlights unserer Reise. Wie dieser Fels innerhalb von Minuten seine Farbe ändert – von Grau über Schwarz bis zu dem bekannten, leuchtenden Rot: Das hat tatsächlich etwas Mystisches.

Ein zweites Highlight im Outback: die Olgas
Ein zweites Highlight im Outback: die Olgas

Richtig nah kommen wir dem roten Heiligtum am nächsten Morgen. Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang starten wir zu einer kostenlosen Tour mit einem Ranger. Auf dem Mala Walk entdecken wir Felszeichnungen der Aborigines, die so das Wissen von Generationen weitergeben, und erfahren noch mehr Wissenswertes über das Heiligtum der Ureinwohner.

4. Europäisches Flair in Melbourne

Melbourne wird regelmäßig zu einer der lebenswertesten Städte der Welt gewählt, zuletzt wieder vom britischen „Economist“. Die Vier-Millionen-Metropole am Yarra River ist nicht nur lebens-, sondern auch liebenswert. Hier vermischen sich europäische Wurzeln (die größte griechische Gemeinde außerhalb Griechenlands) mit asiatischen Einflüssen (eines der ältesten chinesischen Viertel der Welt).

Mit der City Circle Tram kannst du in Melbourne kostenlos um die Innenstadt fahren
Mit der City Circle Tram kannst du in Melbourne kostenlos um die Innenstadt fahren

Melbourne verbindet Kunst und Kultur mit Sport und dem typisch australischem „No Worries“ – und auch hier ist das Meer nicht weit. In den Strandvorort St. Kilda kannst du gemütlich mit der Straßenbahn fahren.

Apropos Straßenbahn: Die City Circle Tram fährt einmal rund um die Innenstadt, ist kostenlos und eine perfekte Möglichkeit, um schnell und einfach zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu kommen. Sie bringt dich zum Beispiel schnell Richtung Fitzroy, Melbournes kreatives Viertel mit Boutiquen, Bars und Restaurants, oder in die Docklands. Das neue Viertel, das im ehemaligen Industriegebiet des Hafens entsteht, erinnert ein wenig an Hamburgs HafenCity.

Für einen Stadtspaziergang eignet sich der Federation Square als Ausgangspunkt, Melbournes innerstädtischer Treffpunkt direkt gegenüber der historischen Flinders Street Station. Hier um die Ecke ist auch die Hosier Lane mit ihren Streetartkunstwerken. Und wenn du vom vielen Sightseeing Hunger bekommst, ist der Queen Victoria Market die richtige Adresse: ein toller Markt mitten in den historischen Hallen. Mehr dazu kannst du in meinemm Artikel „Einfach lecker: Auf dem Markt in Melbourne und Adelaide“ lesen.

5. Kängurus, Koalas & Co.

Ein Punkt auf jeder Must-See-Liste für Australien sind sicher Kängurus, Koalas & Co. Nicht nur, dass sie einfach süß und putzig sind, in freier Wildbahn gibt’s sie auch nur auf dem fünften Kontinent. So war auch für uns klar: Die hüpfenden Beuteltiere müssen wir einfach aus nächster Nähe sehen. Und tatsächlich waren unsere abendlichen Begegnungen mit den Kängurus am Wegesrand, der Koala-Spaziergang oder die Tuchfühlung mit den Zwergpinguinen auf Phillip Island totale Highlights unserer Reise.

Auch sonst gibt es Down Under einige interessante Tiere zu sehen. Im tropischen Regenwald ist der Kasuar unterwegs, ein dunkler Laufvogel mit buntem Kopf. Papageien gibt’s an der Küste fast überall, genauso wie Pelikane. Und auch der Emu, das zweite Wappentier des Kontinents, läuft öfters mal durch die Steppe.

Verpasst haben wir leider die Walwanderung. Dafür war der März nicht die richtige Reisezeit. Gute Chancen, die riesigen Meeressäuger zu sehen, hast du in der Zeit von Mai bis November, wenn die Wale an den Küsten vor Australien vorbeiziehen. Wo du am besten mit Australiens Tieren auf Tuchfühlung gehen kannst, verrate ich dir übrigens in meinem Artikel „Kängurus, Koalas, Pinguine: auf Safari in Australien“.

6. In the Jungle: Daintree Rainforest

Wir fahren von der Fähre, die uns auf die andere Seite vom Daintree River übergesetzt hat – und mit einem Schlag landen wir in einer anderen, ziemlich grünen Welt. Vor gerade einmal eineinhalb Stunden in Cairns gestartet, sind wir jetzt wirklich mittendrin im Regenwald. Links und rechts wachsen Palmen und riesige Farne neben der schmalen Straße und über uns hängen immer wieder Lianen.

Nach der Fähre werden die Straßen klein und die Farne groß
Nach der Fähre werden die Straßen klein und die Farne groß

Der Daintree Rainforest hier im nördlichen Queensland gehört seit 1988 zum Weltnaturerbe und bietet Abgeschiedenheit und Exotik pur. Unser Ziel ist Cape Tribulation, das letzte Örtchen im tropischen Norden, das noch über eine normale Straße erreichbar ist. Danach geht es nur noch mit Allrad weiter bis nach Cooktown. Auch Cape Trib, wie es hier genannt wird, fühlt sich schon an wie das Ende der Welt: Der Strom wird hier selbst produziert und Telefon und Internet gibt’s nur per Satellit.

Was es stattdessen gibt: Regenwald pur, exotische Früchte und einen lustigen Vogel. Und so kommen wir auf unserer Tour durch einen der ältesten Regenwälder der Welt vorbei an einer Bananen- und einer Teeplantage, Mangrovenwäldern und unberührten Stränden.

Nur den Kasuar, den riesigen Laufvogel mit dem bunten Kopf und blauen Gefieder, den sehen wir nicht – obwohl überall an der Straße große Warnschilder stehen. Aber auch die hier heimischen Süß- und Salzwasserkrokodile, die den romantischen Spaziergang am fast menschenleeren Strand etwas unentspannt machen, begegnen uns Gott sei Dank nur als Warntafeln… Und so ist es eine rundum gelungene Auszeit im Paradies.

7. Eine der schönsten Küstenstraßen: die Great Ocean Road

Sie gilt als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt: Eine gute Stunde von Melbourne entfernt, schlängelt sich die Great Ocean Road über 243 Kilometer an der Küste Victorias entlang. Das Highlight sind definitiv die Zwölf Apostel. Beim Durchzählen übrigens nicht wundern: Es waren nie mehr als neun Apostel und nachdem 2005 einer der Felsen zusammengestürzt ist, sind es nun nur noch acht. Mit den Gibson Steps, Loch Ard Gorge und der London Bridge ewarten dich übrigens noch weitere zwar weniger bekannte, aber trotzdem sehenswerte Felsformationen.

Das Top-Highlight an der Great Ocean Road: die Zwölf Apostel
Das Top-Highlight an der Great Ocean Road: die Zwölf Apostel

Und auch sonst ist die Fahrt über die Great Ocean Road absolut lohnenswert. Hier ist definitiv der Weg das Ziel: Auf dem kleinen Sträßchen direkt am Meer entlang fahren, das hat schon was. Hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neuer, oft spektakulärer Ausblick auf einsame Buchten, hohe Felsen, tosende Wellen oder einen Leuchtturm.

Auf dem Weg zur Küste bekommen wir als Hamburger mitten in Australien Heimatgefühle: Kurz hinter Melbourne geht’s links ab in das von deutschen Auswanderern gegründete Altona. Die Great Ocean Road startet dann in Torquay, dem Geburtstort der Surfermarken Rip Curl und Quicksilver. Nicht nur Wellenreiter sollten ein paar Kilometer weiter einen Zwischenstopp einlegen: Am Bells Beach wurde die letzte Szene aus „Gefährliche Brandung“ gedreht. Und auch Fans von Kängurus und Koalas kommen auf ihre Kosten. Die Kängurus grasen abends auf dem Golfplatz in Anglesea und den Koalas hat es der Nationalpark rund um den Leuchtturm am Cape Otway angetan.

Auch sehenswert: Lorch Ard Gorge
Auch sehenswert: Lorch Ard Gorge

Falls du unterwegs übernachten möchtest, bieten sich dafür die Küstenstädtchen Lorne und Apollo Bay an. Port Campbell ist zwar uriger und näher an den Zwölf Aposteln, die Zimmer in dem kleinen Örtchen sind zu Hauptreisezeiten aber schnell mal ausgebucht.

8. Strand und hohe Wellen: Surfers Paradise

Australien, das ist Meer, Ozean, Wellen, Klippen, Strand, steife Brise und Tropenfeeling in einem. Der Kontinent ist umgeben von Wasser und zumindest an den Küsten gehört das Beachfeeling einfach zum Leben dazu. Hier haben schon die Kleinen Surfunterricht in der Schule und schnappt sich am Wochenende die ganze Familie die Bretter, um sich in die Wellen zu stürzen. Und wo sonst wird gleich ein ganzer Ort nach einem Lebensgefühl und Lieblingshobby benannt: Surfers Paradise!

Surfers Paradise, das Zentrum der Gold Coast südlich von Brisbane, hat zwar einen wunderschönen Strand mit tollen Wellen, hier musst du aber auch Rummel und Party mögen. Wolkenkratzer bestimmen heute die Silhouette des Küstenortes und mit Surferromantik hat das schon längst nichts mehr zu tun.

Die gibt es dafür immer noch ein Stückchen weiter südlich, in Byron Bay. Die relaxte und gechillte Stimmung überträgt sich sofort und ich hätte noch tagelang weiter zusehen können, wie die Surfer auf die perfekte Welle warten. Ein Großteil der Australier lebt in den Küstenstädten – und da ist das Meer nirgends weit. Hier kannst du nach der Arbeit abends schnell nochmal eine Runde Schwimmen oder Surfen gehen.

In Australien gibt's überall fast menschenleere Strände
In Australien gibt’s überall fast menschenleere Strände

Und auch einsame Sandstrände und schöne Buchten gibt es überall. Manchmal kann man hier sogar neben Kängurus im Sand liegen, wie zum Beispiel am Pebbly Beach an der Südküste von New South Wales. Nicht weit davon entfernt lockt der Hyams Beach mit dem angeblich weißesten Sand der Welt und Delfinen, die hier zu Hause sind.

9. Genuss pur: Australiens Weinregionen

Barossa Valley, Adelaide Hills, McLaren Vale, Hunter oder Yarra Valley: Viele australische Weinanbaugebiete sind auch international bekannt. Und an der ein oder anderen Ecke fühlt sich eine Tour durch diese Weinregionen fast ein bisschen an wie ein Urlaub in der Toskana. Kein Wunder, waren es doch vor allem italienische, deutsche und auch franzöische Auswanderer, die die ersten guten Weinreben mit nach Australien gebracht haben. Dort wachsen heute vor allem Klassiker wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Riesling und das Land liegt auf Platz vier der weltweiten Weinexporteure.

Weinberge über Weinberge: Wir tauchen rund um Adelaide ein in diese Mischung aus guten Tropfen, historischen Örtchen und bunten Bauernmärkten. In direkter Nähe der Hauptstadt von South Australia liegen gleich drei bekannte Weingegenden: die Adelaide Hills, das McLaren Vale und das Barossa Valley.

Im Barossa Valley wird heute fast ein Viertel des australischen Weins produziert. Mitte des 19. Jahr­hun­derts hatten sich hier deut­sche Reli­gi­ons­flücht­linge niedergelassen und angefangen, euro­päi­sche Reben zu kulti­vieren. Das Ergebnis ist eine Reihe international ausgezeichneter Weingüter wie das des vor wenigen Jahren verstorbenen deutschstämmigen Peter Lehmann oder auch Penfolds mit seinem berühmten Grange Hermitage. Hier lohnt sich also definitiv ein Ausflug zu den verschiedenen Weingütern, verbunden mit einem guten Essen.

Die Attraktion in Victor Harbor: die von Pferden gezogene Straßenbahn
Die Attraktion in Victor Harbor: die von Pferden gezogene Straßenbahn

Und auch ein Tour durch die Adelaide Hills mit den hübschen Dörfchen und das McLaren Vale lohnen sich. Von hier ist es dann nicht mehr weit bis zur Fleurieu Peninsula mit ihren sanften Hügeln und kleinen Städtchen. Victor Harbour mit seiner von Pferden gezogenen Straßenbahn und das historische Port Elliot bieten sich für einen Ausflug an.

10. Deutschland im Herzen: Hahndorf

„Willkommen in Hahndorf. Unser Dorf soll schöner werden“, steht auf einem Holzschild am Ortseingang von Hahndorf. Daneben das Niedersachsenpferd. In keinem anderen Ort in ganz Australien ist die Tradition der deutschen Einwanderer noch so sichtbar wie hier. In dem kleinen Örtchen in der Nähe von Adelaide gibt es ein Brauhaus, eine deutsche Bäckerei, ein Kaffeehaus und einen Souvenirshop mit Lederhosen und Kuckucksuhren. Das 1863 gegründete Hahndorf Inn braut sogar ein eigenes Altbier.

Kleine Fachwerkhäuschen, bunt bepflanzte Blumenkübel und längst ausrangierte landwirtschaftliche Gerätschaften erinnern an das deutsche Erbe. Der Ort wurde 1839 von Lutheranern aus Preußen gegründet, die hierher vor der religiösen Verfolgung in ihrer Heimat geflohen sind. Mit Kuckucksuhren und Lederhosen hatten die zwar wahrscheinlich nichts am Hut, genau so stellt sich der Durchschnittsaustralier aber wohl Deutschland vor. Und für Deutsche ist es einfach lustig, in dieses kleine Stück Heimat am anderen Ende der Welt einzutauchen.

Praktische Infos:

Australien in drei Wochen ist definitiv machbar, inklusive der Highlights. Das geht aber nicht, ohne viel unterwegs zu sein. Und auch einige Inlandsflüge lassen sich so nicht vermeiden. Wir sind in Sydney gelandet und von dort über Melbourne nach Adelaide gefahren. Von da ging’s mit dem Flieger weiter nach Cairns und im Anschluss nach Brisbane. Das letzte Stück zurück nach Sydney sind wir an der Ostküste wieder gefahren, bevor vor dem Rückflug nach Deutschland noch der Trip zum Ulruru auf dem Programm stand. Ein paar Highlights sind also noch übrig für ein nächstes Abenteuer Australien…

Autor

Willkommen bei My happy Places! Ich bin Britta, Journalistin, lebe in Hamburg und liebe es, zu reisen. Hier nehme ich dich mit zu meinen Lieblingsorten rund um die Welt. Viel Spaß!

2 Kommentare

  1. Hallo Britta, ein spannender Artikel mit Zoo vielen tollen Fotos. Ich kann gar nicht glauben, dass ihr all das in drei Wochen gemacht habt! Uff 😀 Für uns rückt die Australien auch immer näher, deswegen hatte ich großen Spaß beim Lesen deiner Highlights 🙂
    Liebe Grüße, Hannah

    • Hallo liebe Hannah,

      schön zu lesen, dass dich der Artikel inspiriert hat! Australien ist einfach toll – und du hast hoffentlich etwas mehr Zeit, das Land zu entdecken!? Ganz viel Spaß in Down Under!

      Liebe Grüße
      Britta

Kommentar schreiben

*