Wenn sich in Deutschland langsam der Herbst ankündigt, ist es in Südeuropa oft noch wunderbar warm – perfekt für ein paar letzte Sonnenstrahlen und ganz viel Vitamin Sea. Heute gibt’s meine 5 Tipps für den Spätsommer am Meer.

Für die meisten Deutschen ist der Sommerurlaub Mitte September schon längst vorbei ist. Für mich hingegen fängt er jetzt oft erst so richtig an. Ich liebe es, wenn die Schulferien inzwischen überall zu Ende sind, gen Süden aufzubrechen und ein paar letzte Sommersonnenstrahlen am Meer einzufangen. Die meisten Urlaubsorte, die im Juli und August noch übervoll waren, überraschen jetzt mit einer ziemlich relaxten Atmosphäre. Es ist noch warm genug für den entspannten Nachmittag am Strand – und kühl genug für kulturelle Entdeckungstouren und Stadtspaziergänge.

Egal ob Italien, Frankreich, Portugal, Spanien oder Kroatien: Ab Mitte September lässt sich hier der Spätsommer am Meer so richtig genießen. Wärmende Sonnenstrahlen und frische Meerluft gibt’s inklusive, das Ganze aber ganz ohne den Jetlag einer Fernreise. Wo es besonders schön ist? 5 meiner Lieblingsziele verrate ich dir hier.

1. Südfrankreich: Azurblaues Wasser mit VIP-Faktor

Südfrankreich ist der Klassiker für einen Spätsommer am Meer, zum Beispiel an der Côte d'Azur
Südfrankreich ist der Klassiker für einen Spätsommer am Meer, zum Beispiel an der Côte d’Azur

Nizza, Saint-Tropez, Cannes oder auch das Fürstentum Monaco: Ein Urlaub in Südfrankreich hat immer auch einen gewissen Promifaktor. Côte d’Azur, azurblaue Küste – schon der Name ist Verheißung und zieht jedes Jahr auch die VIPs hierher. Ob George Clooney, Leonardo DiCaprio oder Brad Pitt und Angelina Jolie – sie alle waren schon da oder haben sogar ein Haus. Das Promizentrum ist auch heute noch Saint-Tropez, wo Brigitte Bardot lebt und beeindruckende Yachten im Hafen liegen.

Bei Menton, an der Grenze zu Italien, fängt die französischen Riviera an – und ab hier reihen sich die Ferienorte aneinander: Nizza, Antibes, Cannes, Saint-Tropez und zum Abschluss Marseille, Frankreichs zweitgrößte Stadt. Direkt vor der Millionenmetropole bieten die Calanques wunderschöne, fast unberührte Natur mit Meerblick. Und auch ansonsten zieht die Côte d’Azur mit einen entspannten Mix aus sehenswerten Städten, einsamen Buchten und langen Sandstränden. Die Croisette in Cannes ist weltberühmt, in Nizza der sieben Kilometer lange Stadtstrand die Attraktion. Vom Shopping direkt ans Meer: Hier geht das ganz einfach.

Wenn du es etwas ruhiger magst, gibt es entlang der Côte d’Azur auch genug kleine und entspannte Ferienorte: Sainte-Maxime, La Ciotat & Co. überzeugen nicht nur Franzosen mit Savoir-Vivre, leckerem Essen und einem wunderbaren Spätsommer am Meer – und das fast ganz ohne Promitrubel.

2. Istrien: Relaxter Mix aus Strand und Kultur

In Rovinj lassen sich Badeurlaub, Kultur und gutes Essen so wunderbar miteinander verbinden
In Rovinj lassen sich Badeurlaub, Kultur und gutes Essen wunderbar miteinander verbinden

Kroatien ist immer noch der Geheimtipp unter den Destinationen am Mittelmeer, auch im Spätsommer. Das jüngste EU-Mitglied gilt als entspanntes Ziel an der Adria – und das ist Istrien tatsächlich. Hier fehlen zwar die kilometerlangen Sandstrände aus Italien (abgesehen von wenigen Ausnahmen gibt es in Kroatien nur Kies), das Wasser ist aber fast noch blauer und die Küche auf Grund der Nähe zum Nachbarland mindestens genauso lecker.

Wenn für dich Kultur und Geschichte zum Urlaub dazu gehören, gibt es hier zudem viel zu entdecken. Istrien bietet einiges an venezianischer Architektur und in Pula kannst du rund um das Amphitheater römische Spuren verfolgen. Zum Meer ist es auf der Halbinsel im Norden Kroatiens nirgends weit – und in entspannten Küstenstädtchen wie Rovinj lässt sich der Badeurlaub ganz wunderbar mit Kultur und gutem Essen verbinden. Für Trüffelfans lohnt sich außerdem ein Abstecher ins Landesinnere. Jetzt im Herbst ist Trüffelzeit und rund um das Bergdörfchen Motovun gibt es besonders viele von den begehrten Knollen.

Wer es wärmer mag, fährt die Küste entlang bis nach Dubrovnik – und auch dort erwartet dich wieder der Mix aus Kultur und Strand. Noch mehr Tipps für einen Urlaub in Kroatien und einen Abstecher nach Rovinj oder Pula findest du übrigens im Artikel „Kultur trifft Meer: 8 Tipps für den Kroatien-Urlaub“.

3. Amalfiküste: Spätsommer am Meer mit Ausblick

Relaxen mit Ausblick, das geht an der Amalfiküste auch im Spätsommer ganz wunderbar
Relaxen mit Ausblick, das geht an der Amalfiküste auch im Spätsommer ganz wunderbar

Die Amalfiküste zählt zu Italiens schönsten Küstenstreifen – und der Herbst gilt hier sogar noch als Hauptreisezeit. Im September und Oktober ist es unweit von Neapel oft noch wunderbar warm. Während es im Hochsommer meist viel zu heiß für einen relaxten Nachmittag am Strand wird, kannst du jetzt das Bad im Meer genießen und musst nicht mal mehr um die Strandliegen kämpfen. Die Landschaft ist spektakulär und die Ausblicke aufs Tyrrhenischen Meer beispielsweise von Ravello aus sind wirklich atemberaubend.

Dank Instagram ist Positano inzwischen weltweit berühmt, das namensgebende Amalfi, Atrani oder die kleinen Buchten rund um Praiano sind aber genauso hübsch und meist sogar entspannter. Auch hier stapeln sich die Häuser oberhalb des Wassers,  schmiegen sich an den Hang und bieten eine einzigartige Kulisse. Abstecher ins Hinterland sorgen für schwindelerregende Aussichten – und kulinarische Genüsse. Kampanien ist ein Zentrum der Slow-Food-Bewegung – und so kommen hier in vielen Restaurants nur regionale und oft auch Bio-Produkte auf den Teller. Und auch zum Wandern ist die Jahreszeit perfekt, zum Beispiel auf dem Weg der Götter hoch oberhalb von Positano.

Beliebt ist auch der Abstecher von Amalfi oder Positano aus Richtung Capri. Außer der berühmten blauen Grotte steht dort genau wie entlang der Amalfiküste die Zitronen im Mittelpunkt. Aber auch sonst ist die quirlige Insel sehenswert und bietet fast so viel Prominenz wie Saint-Tropez.

4. Portugal: Von Lissabon ans Meer

Auch in Portugal lässt sich der Sommer wunderbar noch ein bisschen verlängern
Auch in Portugal lässt sich der Sommer wunderbar noch ein bisschen verlängern

Auch Portugal ist ein perfektes Ziel, um im Spätsommer noch ein paar Sonnenstrahlen einzufangen. Hier am Atlantik wird es selbst im Hochsommer nicht ganz so heiß, dafür ist es im Herbst immer noch sehr angenehm. Und: Bei einem Kurzurlaub hier am westlichen Ende der iberischen Halbinsel kannst du den Badeurlaub perfekt mit einem Städtetrip verbinden. Lissabon ist eine wirklich tolle Stadt und liegt fast am Meer. Bis in die Badeorte Cascais und Estoril ist es nur eine kurze Bahnfahrt – und schon bist du am Strand. Das ehemalige Fischerörtchen Cascais ist durch die Nähe der Hauptstadt heute einer der beliebtesten und exklusivsten Urlaubsorte des Landes.

Durch seine Lage am Atlantik mit seinen stürmischen Wellen ist Portugal natürlich auch ein Hotspot für Surfer. Wenn du noch ein bisschen weiter Richtung Norden fährst, landest du im bei Wellenreitern beliebten Peniche. Und auch Kultururlauber kommen hier in der Gegend auf ihre Kosten. Rund um Lissabon reiht sich eine Unesco-Weltkulturerbestätte an die nächste.

Noch mehr Tipps für Lissabon findest du übrigens im Artikel „Bezauberndes Lissabon: Mit der Tram 28 die Stadt entdecken“ und was du rund um Portugals Hauptstadt nicht verpassen darfst, verrate ich dir im Beitrag „Portugal entdecken: 5 Ausflüge rund um Lissabon“.

5. Mallorca: Einsame Buchten in der Tramuntana

Spätsommer am Meer: Mallorca bietet viele einsame Buchten
Spätsommer am Meer: Mallorca bietet viele einsame Buchten

Die Lieblingsinsel der Deutschen ist zu jeder Jahreszeit schön – und deshalb natürlich auch ein Tipp für den Spätsommer am Meer. Nach dem heißen Juli und August ist es auf Mallorca jetzt immer noch schön und vor allem angenehm warm. Bei Temperaturen bis 30 Grad ist durchaus auch noch der ein oder andere Sprung ins Wasser drin. Der Klassiker dafür ist natürlich die Playa de Palma, die jetzt im Herbst deutlich weniger besucht und damit viel relaxter ist.

Viele der richtig hübschen und einsamen Buchten verstecken sich allerdings irgendwo in der Tramuntana, meist am Ende einer winzigen Straße, wie zum Beispiel die Cala Deià oder der Naturstrand von Llucalcari. Am Cap Formentor gibt es den beliebten und naturbelassenen Strand von Formentor, so richtig schön und einsam ist aber die Cala Figuera. Die Bucht mit ihrem türkisblauen Wasser zieht viele Yachten und Sonnenanbeter an, ist aber nur über eine kleine Wanderung erreichbar. Etwas mehr Leben bieten die Cala Sant Vicenç oder auch Port de Sóller.

Für alle, die nicht nur zum Baden auf die Insel kommen, bietet Mallorca außerdem zahlreiche Wanderungen, beste Bedingungen für Radtouren und mit Palma eine wirklich quirlige Inselhauptstadt. Tipps für Palma gibt’s im Artikel „Frühling auf Mallorca: Ein Wochenende in Palma“ und wo du dort mit Blick über die Stadt übernachten kannst, verrate ich dir im Beitrag „Über den Dächern der Stadt: Coole Hotels in Palma“.

 

Praktische Tipps

Für den Spätsommerurlaub in Portugal oder auf Mallorca macht es Sinn, sich in den Flieger zu setzen und die volle Zeit vor Ort zu nutzen. Südfrankreich, Kroatien oder auch Italien sind gerade aus Süddeutschland aber auch perfekt für einen Roadtrip. Von München aus bist du in etwa 6 Stunden in Istrien am Meer, bis nach Südfrankreich sind es gut 8 Stunden. Auf dem Weg Richtung Côte d’Azur bietet sich mindestens ein Zwischenstopp in Italien an, für mich liegt der meist in Südtirol. Und was sind deine Tipps für einen Spätsommerausflug in die Sonne? Ich freue mich wie immer über Kommentare!

Autor

Willkommen bei My happy Places! Ich bin Britta, Journalistin, lebe in Hamburg und liebe es, zu reisen. Hier nehme ich dich mit zu meinen Lieblingsorten rund um die Welt. Viel Spaß!

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