Anzeige | Zerklüftete Berglandschaften, eine spektakuläre Hängebrücke, Schlösser, Seen und historische Fachwerkstädtchen: Norddeutschlands höchstes Mittelgebirge bietet einige Überraschungen. Tipps für einen Urlaub im Harz.

Urlaub vor der Haustür, das ist der Trend im Corona-Sommer 2020. Fachwerkidylle im Elsass, die Schlossanlagen von Versailles, Mittsommer in Schweden, atemberaubende Canyons in den USA oder die kargen Felslandschaften am Mittelmeer in Kroatien – all das wird in den nächsten Wochen noch nicht möglich sein. Der perfekte Moment also, um die Heimat neu zu entdecken und einen Urlaub in Deutschland zu planen. Der Harz ist nicht nur das höchste Gebirge Norddeutschlands, sondern bietet auch einen spannenden Mix aus historischen Altstädtchen, zerklüfteten Berglandschaften, Tropfsteinhöhlen, Schlössern und Nervenkitzel. Damit ist der Harz auch eine tolle Option für alle, die eine Alternative zum Trubel an Nord- und Ostsee suchen.

Wer aus Hamburg zum Skifahren nicht bis in die Alpen fahren möchte, für den ist der Harz eine beliebtes Winterreiseziel – vor allem für Anfänger. Das Mittelgebirge ist aber auch im Sommer die Reise wert – egal ob für Kulturtourismus, zum Wandern oder für eine ordentliche Portion Nervenkitzel. In meiner Kindheit war ich oft im Harz und habe die Ferien bei meiner Tante in Bad Lauterberg verbracht. Damals waren der West- und der Ostharz noch durch einen streng bewachten Grenzzaun getrennt. Heute kannst du das Mittelgebirge, dass sich über Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt erstreckt, durchgehend genießen.

Abenteuer Harz: Nervenkitzel und Natur pur

Apropos Nervenkitzel: Wusstest du zum Beispiel, dass du nicht nach Nepal fliegen musst, um über schier endlose Hängebrücken zu laufen? Die Rappbodetalsperre im Harz hat die höchste Staumauer in ganz Deutschland und Adrenalin pur gibt’s hier zum Beispiel beim Wallrunning. Dabei läufst du nahezu senkrecht die Mauer hinab. Ähnlich spektakulär ist der Spaziergang über die Hängeseilbrücke Titan RT, die in 100 Metern Höhe einmal über die Talsperre läuft. Mit ihren 458,5 Metern Länge ist die 2017 eröffnete Brücke sogar die weltweit längste Fußgänger-Seilhängebrücke dieser Bauart.

Nervenkitzel im Harz auf der Hängebrücke Titan RT (Credit: Unsplash | Philipp Deus)
Nervenkitzel im Harz auf der Hängebrücke Titan RT (Credit: Unsplash | Philipp Deus)

Und auch für Naturfans hat der Harz einiges zu bieten. Eine Wanderung im Bodetal gehört beispielsweise zu den spannenden Touren: Der Talabschnitt des Flüsschens Bode zwischen den Orten Treseburg und Thale zählt zu den schönsten Schluchten in Deutschland. Hier zeigt sich der Harz ganz wild mit schroffen Felsen und teilweise fast senkrecht stehenden Felswänden.

Und auch ansonsten gibt es in dem Mittelgebirge einige spannende Naturlandschaften. Sehenswert sind die Sandsteinhöhlen bei Blankenburg oder die Karsthöhle Kelle mit dem tiefblauen See im Inneren. Spannend wird es außerdem unter der Erde, zum Beispiel in der Iberger Tropfsteinhöhle bei Bad Grund. In den beleuchteten Kalksteinhöhlen kannst du tief in die Erdgeschichte eintauchen und den Stalaktiten und Stalagmiten beim Wachsen zuschauen.

Highlight Brocken: Der höchste Gipfel im Harz

Im wahrsten Sinne des Wortes das Highlight im Harz ist der Brocken. Mit seinen 1.140 Metern ist er der höchste Berg in Norddeutschland – und eine Brockentour gehört mit zu den Höhepunkten einer Harzreise. Schon Goethe war auf dem sagenumwobenen Berg und hat ihm in Faust mit einer Walpurgisnacht-Szene ein literarisches Denkmal gesetzt. Der Goetheweg ist heute einer der kürzesten Wege auf den Gipfel. Herausforderung für Wanderfans ist hingegen die Wanderung über den Brocken auf dem Harzer Hexenstieg, einem 100 Kilometer langen Wanderweg, der von Osterode nach Thale führt.

Im Volksmund heißt der Brocken übrigens Blocksberg und dort oben sollen Hexen, Gespenster und der Teufel ihr Unwesen treiben. Am Abend des 30. Aprils treffen sich deshalb in Thale die modernen Hexen bis heute zur Walpurgisnacht. Der Brockengipfel mit seinem markanten Funkturm ist weithin sichtbar und hier herrschen Klimabedingungen, die denen auf Island ähneln. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt gerade mal knapp über dem Gefrierpunkt und selbst jetzt im Frühjahr fällt auf dem höchsten Harzgipfel öfters mal noch Schnee. Dann ist die Fahrt mit der Brockenbahn besonders romantisch. Die alten Dampfloks der Harzer Schmalspurbahn starten mehrmals täglich von Wernigerode Richtung Brocken.

Die Fahrt mit der Brockenbahn ist eines der Highlights (Credit: Unsplash | Stefan Pasch)
Die Fahrt mit der Brockenbahn ist eines der Highlights (Credit: Unsplash | Stefan Pasch)

Unesco-Weltkulturerbe: Pittoreske Fachwerkstädtchen

Aber auch Wernigerode selbst ist für viele ein Grund für einen Ausflug in den Harz. Besonders hübsch ist es in dem kleinen Städtchen rund um den Marktplatz mit seinem markanten Rathaus. Bei einem Spaziergang durch die Kopfsteinpflastergässchen, vorbei an bunten Fachwerkhäusern, kannst du einen Ausflug in die Vergangenheit machen. Nicht zu übersehen ist außerdem das Wernigeröder Schloss, das oben über der Stadt thront. Hier fühlt sich der Harz plötzlich ein bisschen nach Disneyland an. Auf dem Weg von Wernigerode nach Quedlinburg wartet anschließend ein Highlight für Gartenfans: Die barocken Schlossgärten Blankenburgs lassen mitten im Harz Versailles-Flair aufkommen. Sie prachtvolle Gartenanlage erstreckt sich über 100 Hektar zwischen Großem und Kleinem Schloss.

Mit seinen über 1.300 gut erhaltenen Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten bietet Quedlinburg ein außergewöhnliches Beispiel für eine europäische mittelalterliche Stadt, heißt es bei der Unesco zum Welterbestatus für Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg. Auch hier lässt es sich wunderbar durch die engen Gassen bummeln und Fachwerkidylle pur genießen.

In Wernigerode stehen viele hübsche Fachwerkhäuser (Credit: Unsplash | Roman Kraft)
In Wernigerode stehen viele hübsche Fachwerkhäuser (Credit: Unsplash | Roman Kraft)

Aus dem Ostharz geht es zum Abschluss dann nochmal in den Westharz, wo mit Goslar eine weitere Weltkulturerbestätte wartet. Auch die Kaiserstadt mit ihrer sehenswerten Altstadt, den Fachwerkhäusern  und dem Marktplatz lädt zum Bummeln ein. Vor allem darfst du aber die Kaiserpfalz als kulturelles Highlight nicht verpassen. Dort kannst du tief in die Geschichte der mittelalterlichen Handelsmetropole und des ehemaligen Machtzentrums der deutschen Kaiser eintauchen. Auch nicht verpassen solltest du die Gustav-Adolf-Stabkirche in Goslars Stadtteil Hahnenklee. Ist das wirklich noch der Harz oder schon Norwegen? Ein perfekter Abschluss für eine Fernwehtour mitten in Deutschland.

 

Praktische Tipps 

Mit der Deutschen Bahn kommst du entspannt in den Urlaub im Harz. Vor Ort bist du dann mit dem Mietwagen mobil. Günstige Übernachtungsmöglichkeiten kannst du über Booking.com buchen. Zur Vorbereitung der Reise empfehle ich dir den Harz-Reiseführer von Michael Müller oder den Reise Know-How Reiseführer Harz. Kennst du den Harz? Was darf man beim Urlaub dort auf keinen Fall verpassen? Ich freue mich über deine Tipps als Kommentar! Und wenn dir der Artikel gefallen hat, teil ihn doch gerne mit deinen Freunden! Damit du keine neue Geschichte mehr verpasst, kannst du mir außerdem auf Facebook, Pinterest, Instagram, Bloglovin‘ und Tripadvisor folgen. Oder du abonnierst dir My Happy Places als Newsletter.

 

Offenlegung: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Harzer Tourismusverband entstanden und enthält Werbung. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Weitere Informationen und Urlaubsideen findest du auf der Website vom Tourismusverband unter www.harzinfo.de.

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Autor

Willkommen bei My happy Places! Ich bin Britta, Journalistin, lebe in Hamburg und liebe es, zu reisen. Hier nehme ich dich mit zu meinen Lieblingsorten rund um die Welt. Viel Spaß!

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