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Die Bucht von Kotor, die Küstenstädtchen Budva und Ulcinj, der Skadarsee und der Durmitor-Nationalpark mit seinen Gipfeln: Montenegro bietet dir eine Vielfalt, die dich staunen lässt. Die 20 schönsten Orte und Highlights.
Montenegro ist gerade mal so groß wie Schleswig-Holstein und dabei so vielfältig, dass du immer wieder überrascht sein wirst. Egal ob glasklares Wasser und lange Strände, süße Altstädtchen oder die spektakulären Berge – in dem kleinen und jungen Balkanland gibt es einiges zu entdecken. Noch ist Montenegro ein echter Geheimtipp, das wird aber sicher nicht lange so bleiben.
Dieser Beitrag nimmt dich mit nach Montenegro und zeigt dir, was du auf einem Roadtrip durchs Land entdecken kannst. In einer Woche Rundreise schaffst du die wichtigsten Highlights, in zehn Tagen kannst du eine entspannte Runde drehen und bei zwei Wochen bleibt dir auf deiner Route auch noch Zeit für einen Tag am Meer und die ein oder andere Wanderung.
Von den schönsten Orten über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Must-Sees bis zu den Geheimtipps, die darauf warten entdeckt zu werden: Ich verrate dir, was du in deinem Urlaub in Montenegro unbedingt gesehen haben solltest und nicht verpassen darfst. Los geht’s auf einen Roadtrip durchs Land der schwarzen Berge!
Bucht von Kotor

Die Bucht von Kotor ist das Top-Highlight Montenegros und entsprechend beliebt. Auch wenn ein Urlaub in dem kleinen Balkanland weiterhin als Geheimtipp gilt – auf die Routen der Kreuzfahrtanbieter hat es die Bucht von Kotor längst geschafft. Und das ist nicht verwunderlich, ist es hier schließlich bildschön.
Oft wird die Bucht von Kotor als südlichster Fjord Europas bezeichnet – und gäbe es etwas weniger Bebauung, könnte das auch der Geirangerfjord in Norwegen sein. Aufgrund ihrer atemberaubenden Natur und der jahrhundertealten Geschichte ist die Bucht als UNESCO-Weltnatur- und Kulturerbe geschützt. Für uns ist sie der Ausgangspunkt für unseren Roadtrip durch Montenegro.
Herceg Novi

Unser erstes Ziel in Montenegro ist das kleine Städtchen Herceg Novi am äußeren Eingang der Bucht von Kotor. Herceg Novi liegt nahe der Grenze zu Kroatien und nur etwa 50 Kilometer von Dubrovnik entfernt – dem Startpunkt unseres Roadtrips. Die historische Altstadt ist das Highlight und verbindet über zahlreiche Stufen das historische Zentrum mit dem Meer.
In der Oberstadt lohnt sich ein Spaziergang die große Treppe hinauf, durch den Uhrenturm als Wahrzeichen der Stadt und bis zum Platz Belavista mit der Kirche des Heiligen Erzengels Michael. Von dort kannst du durch die kleinen Gassen vorbei an der Festung Forte Mare hinunter zur Promenade spazieren. Wo früher die Bahnstrecke entlang führte, kannst du heute flanieren – und solltest auf dem Rückweg den Stopp im Gradska Kafana einlegen, dem Kaffeehaus der Stadt mit Wiener Kaffeehausflair.
Perast

Den nächsten Stopp solltest du unbedingt in Perast einlegen und möglichst auch übernachten. Nachdem die Tagesgäste weitergereist sind, wird es hier direkt an der Bucht am Abend besonders romantisch. Dann reservierst du dir am besten einen Tisch im Restaurant Conte und genießt neben dem Essen den traumhaften Ausblick auf die Bucht von Kotor.
In der einstigen Stadt der Seefahrer und Kapitäne findest du noch zahlreiche Paläste aus dieser Zeit, die sich weiter pittoresk an den Hang schmiegen. Besonders schön: Trotz des Trubels ist der verkehrsberuhigte Ort bisher verschont geblieben vom Massentourismus. Ich habe mich in das kleine Städtchen sofort verliebt, so dass wir ganz am Ende unseres Roadtrips nochmal zwei Nächte in Perast verbracht haben. Nicht verpassen solltest du als Highlight übrigens die Bootsfahrt zur kleinen Insel St. Marien auf dem Felsen. Vom Ufer aus fahren regelmäßig Boote hinüber.
Kotor

Weiter geht es an der Bucht entlang ins namensgebende Kotor. Das historische Zentrum wird von einer Stadtmauer umgeben, das Seetor gegenüber vom Hafen ist das Haupttor in die Altstadt. Mit ihrem architektonischen Mix aus verschiedenen Epochen ist sie Teil des UNESCO-Weltkulturerbes: Hier findest du venezianische Spuren, dort Gotik und Barock. Zwischen den Häusern kannst du in Kotor zahlreiche Kirchen entdecken – ein gutes Dutzend ist bis heute erhalten.
Und was du beim Bummel durch die Altstadt auch kaum übersehen kannst: Kotor ist die Stadt der Katzen. Sogar ein Katzenmuseum gibt es hier. Highlight ist allerdings die Wanderung hinauf zur Festung San Giovanni. Die 1.350 Stufen sind echt schweißtreibend und du solltest unbedingt ausreichend Wasser dabeihaben. Der Ausblick auf die Altstadt und die Bucht ist es aber definitiv wert!
Lovćen Nationalpark

Von Kotor aus führt eine schwindelerregende Serpentinenstraße direkt hinauf in den Lovcén Nationalpark und bietet großartige Ausblicke zurück auf die Bucht von Kotor. Falls du nicht mit dem Auto unterwegs bist, kannst du den Ausblick auf die Bucht auch aus der 2023 eröffneten Seilbahn Kotor–Lovćen genießen. Sie befördert dich in nur elf Minuten von der Talstation auf den Berg Kuk im Lovćen-Nationalpark.
Bis zu unserem Ziel ist es noch ein Stück weiter: das Njegos-Mausoleum gilt als höchstgelegenes Mausoleum der Welt. Nachdem du die über 400 Stufen hinauf erklommen hast, erwartet dich auch hier ein großartiger Ausblick auf das Lovcén-Gebirge – und einer der beliebtesten Fotospots Montenegros.
Cetinje

Am Fuße des Lovcén liegt Montenegros ehemalige Hauptstadt Cetinje mit ihrem Mix aus Kleinstadtflair und Repräsentationsbauten. Cetinje war bis 1918 Hauptstadt und ist bis heute das kulturelle Zentrum Montenegros. Du findest hier ehemalige Schlösser, verschiedene Museen, ein sehenswertes Kloster – und mit dem Blauen Palast den offiziellen Amtssitz von Montenegros Präsidenten.
Aus der Zeit als Montenegros Hauptstadt sind in Cetinje auch einige ehemalige Botschaften erhalten. Die französische Botschaft sollte eigentlich in Kairo gebaut werden, die Pläne landeten aber in Montenegro. Und die ehemalige österreichische Botschaft hat sogar eine eigene Kapelle. Im Anschluss an den Stadtbummel lohnt sich der Abstecher zur Lipa-Höhle nur einige Kilometer entfernt, eine der größten Höhlen Montenegros.
Budva

Das nächste Ziel ist Budva, Montenegros beliebtester Badeort und das touristische Herz an der Adria. Am Ende der Vorsaison ist es in Budva schon schön warm, aber noch herrlich ruhig und entspannt. Im Sommer verwandelt sich das Städtchen am Meer in ein Lieblingsziel für Party- und Strandurlauber. Einer der Gründe: An der Küste rund um Budva findest du einige der schönsten Strände in Montenegro.
Direkt hinter der historischen Stadtmauer erwartet dich bereits der erste Strand und auch die beiden Mogren-Strände sind nur einen kurzen Spaziergang von der Altstadt entfernt. Apropos Altstadt: Budvas 2.500 Jahre altes historisches Zentrum Stari Grad mit der Stadtmauer aus venezianischer Zeit ist eines der Highlights und lädt zum Bummeln und entdecken ein. Hier lassen sich Massentourismus, Trubel und Hotelkomplexe wunderbar ausblenden.
Sveti Stefan

Von Budva aus ziehen sich einige schöne und beliebte Strände an der Küste entlang – und dann kommt eines der Highlights: die Insel Sveti Stefan. Das ehemalige Fischerdorf mit historischen Gebäuden aus dem 15. Jahrhundert wurde bereites seit den 1950er Jahren in eine Hotelinsel umgebaut.
Heute findest du auf Sveti Stefan das Aman Resort, eines der schönstgelegenen und teuersten Luxushotels in Montenegro. Die Insel selbst ist nur für Hotelgäste zugänglich, du kannst hier am Strand aber schwimmen gehen. Und auf jeden Fall solltest du von oberhalb des Ortes einen Schnappschuss von der kleinen Insel machen – eines der bekanntesten Fotomotive Montenegros.
Stari Bar

Weiter geht es nach Stari Bar, Montenegros Ruinenstadt. Hier kannst du durch die Überreste alter Gemäuer, Kirchenruinen und Paläste spazieren. Stari Bar war früher eine Festung und das Zentrum von Bar, wurde nach dem großen Erdbeben von 1979 aber nicht wieder aufgebaut. Außen entlang der Stadtmauer findest du viele kleine Läden und Restaurants und unser Tipp ist das kunterbunte Restaurant Konoba Bedem: Mit Blick auf die alte Festungsmauer kannst du hier lecker essen.
Auf dem Rückweg bieten sich in Bar noch zwei architektonische Highlights an: das sozialistische Einkaufszentrum mit seiner ungewöhnlichen Architektur, die an Zahnpastatubenverschlüsse erinnert, und die serbisch-orthodoxe Kathedrale St. Jovan Vladimir mit ihren vergoldeten Kuppeln und dem reich verzierten Innenraum.
Ulcinj

Der letzte Stopp an Montenegros Adria-Küste liegt ganz im Süden: das kleine Städtchen Ulcinj ist beliebt für einen Urlaub am Meer und verbindet Altstadtflair mit Strandfeeling. Im Süden von Ulcinj liegt mit der zwölf Kilometer langen Velika Plaža – übersetzt mit Großer Strand – der längste Strand Montenegros und einer der längsten Sandstrände der Adria. Beliebt ist aber auch der Kleine Strand (Mala Plaza) direkt im Ort mit Blick auf die Altstadt.
Und im Gegensatz zu den Altstädtchen in Kotor, Budva oder Herceg Novi ist das historische Zentrum von Ulcinj noch herrlich entspannt. Hier findest du natürlich auch einige Läden und Restaurants mit Meerblick, vor allem aber wohnen hier noch Einheimische. Und nicht nur das macht Ulcinj besonders: Nur wenige Kilometer von der Grenze zu Albanien entfernt, ist die zweisprachigen Stadt muslimisch geprägt: Hier steht am Strand statt der Kirche eine Moschee.
Skadarsee

Mit Virpazar liegt unser nächster Stopp bereits im Landesinneren und am Rande einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Montenegro, dem Skadarsee. Das kleine Örtchen ist das touristische Zentrum auf Montenegros Seeseite, der größte See des Balkans erstreckt sich nämlich zur Hälfte auf dem Gebiet von Montenegro und zur anderen Hälfte auf albanischer Seite.
Der Skadarsko Jezero ist bereits seit 1983 Nationalpark und ein Paradies für Vogelbeobachter. Und nicht nur das: In den Sommermonaten ist der Skadarsee von riesigen Seerosenteppichen überzogen und bietet eine beeindruckendes Naturerlebnis. Wir kommen am Abend in Virpazar an, als der Ansturm des Tages bereits abgeklungen ist, und machen die Sonnenuntergang-Tour. Unser Tipp: Übernachte anschließend im Hotel De’Andros und genieß am Abend vom Pool oder in der Rooftop-Bar den Ausblick über die Landschaft.
Pavlova Strana

Am nächsten Morgen nehmen wir von Virpazar die Panoramaroute Richtung Rijeka Crnojevića. Die Strecke führt mitten durch eine der größten Weinregionen Montenegros, hier lohnt sich ein Abstecher zu einem der Weingüter. Anschließend kannst du auf der Panoramaroute die Ausblicke auf den Skadarsee von oben genießen. Ein Tipp: Falls das kleine Straßencafé Macalov Brijeg geöffnet hat, mach unbedingt einen Stopp und genieß bei selbstgemachter Limonade den Ausblick!
Rijeka Crnojevića, das kleine Örtchen mit der historischen Brücke, bietet sich anschließend zum Lunch an. Wir können das kleine Restaurant Casarogna, benannt nach der Wasserkastanie aus dem Skadarsee, sehr empfehlen. Und dann folgt mit der berühmten Flussschleife eines der Natur-Highlights in Montenegro: Vom Aussichtspunkt Pavlova Strana kannst du den Panoramablick am besten genießen.
Podgoricia

Nächster Stopp: Podgoricia – und du kannst überlegen, ob du Montenegros Hauptstadt zumindest einen kurzen Besuch abstatten möchtest. In vielen Roadtrip-Guides durchs Land fehlt die Stadt und auch wir sind relativ schnell weitergefahren. Einen kurzen Stopp kannst du hier aber durchaus einlegen, auch wenn du Top-Sehenswürdigkeiten wie in anderen Hauptstädten in Podgoricia nicht erwarten darfst.
Kulturelles Zentrum ist bis heute das kleine Cetinje und so zählen die Millenium-Brücke und die 2013 eröffnete serbisch-orthodoxe Kathedrale tatsächlich zu den wichtigsten Wahrzeichen. Direkt neben der Kathedrale erwarten dich bereits lieblose Betonklötze, die die Stadt in weiten Teilen prägen. Ein Highlight sind allerdings Montenegros Niagarafälle: Etwa zehn Kilometer südlich des Zentrums stürzt sich der Fluss Cijevna hier ein Stück die Felsen hinunter. Direkt daneben liegt ein schöner Biergarten für einen kurzen Zwischenstopp, bevor es weitergeht.
Kolašin

Von Podgorica kannst du über Montenegros erste und einzige Autobahn direkt bis in die Berge nach Kolašin fahren. Im größten und modernsten Wintersportgebiet des Landes erwarten dich im Winter zwei Skigebiete, im Sommer kannst du hier wandern gehen. Und mit dem Nationalpark Biogradska Gora findest du nur wenige Kilometer entfernt ein Natur-Highlight mit einem Gletschersee im Zentrum, den du bei einem Spaziergang umrunden kannst.
In Kolašin findest du neben der für das Bergstädtchen typischen Holzarchitektur aber auch ein Beispiel für die jugoslawische Architektur des Brutalismus. Die Stadthalle mit ihren geometrischen und dreieckigen Betonstrukturen greift die schneebedeckten Berge auf. Auch das 1979 eröffnete heutige Hotel Bianca ist in dieser Epoche entstanden.
Tara Schlucht

Hinter Kolašin fließt die Tara ganz gemütlich neben der Straße entlang und das Wasser glitzert glasklar und türkisblau in der Sonne. Hier lässt sich nur erahnen, dass Montenegros längster Fluss durch den tiefsten Canyon Europas fließt. Diese Kulisse macht die Tara zu einem beliebten Ziel für Rafting und Wildwasser-Abenteuer.
Falls du dich nicht gleich in Stromschnellen und Schluchten stürzen möchtest, kannst du einen Blick auf die Tara-Schlucht auch von der Tara-Brücke aus werfen. Sie ist ein beliebtes Fotomotiv und zählt zu den Highlights in Montenegros Bergen. Und keine Sorge: Nervenkitzel gibt’s hier mit der Zipline-Strecke über die Schlucht auch.
Durmitor Nationalpark

Das Highlight in Montenegros Norden ist der Durmitor Nationalpark, der seit 1980 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Hier erwarten dich spektakuläre Gipfel, malerische Bergseen und eine Ringstraße durch den Nationalpark mit Stopps zum Staunen. Ausgangspunkt ist das kleine Städtchen Žabljak, die höchstgelegene Stadt auf dem Balkan. In der Nähe liegt der Schwarze See, der mit den Ausblicken auf die Gipfel im Hintergrund und dem tiefgrünen Wald Kanada-Flair nach Montenegro bringt.
Einen ganzen Tag Zeit solltest du dir für die Tour über die Durmitor-Ringstraße nehmen, die Top-Sehenswürdigkeit hier im Norden. Unser Tipp: Spar dir den nördlichen Teil mit der schmalen Schlaglochstraße. Auf dem südlichen Teil erwarten dich der Sedlo-Pass auf 1.907 Metern und die anschließende Serpentinenstraße und großartige Ausblicke zum Beispiel auf den Sedlo- oder Prutas-Gipfel. Dazwischen gibt’s auf der Hochebene Bergidylle mit Schafen, Kuhherden und Honig vom Berghof.
Piva Stausee

Der Piva-Stausee ist einen kurzen Abstecher vom Durmitor Nationalpark entfernt und mit seiner türkisblauen Farbe ein echter Hingucker. Entstanden ist er Anfang der 1970er Jahre durch die Errichtung einer Talsperre. Der Stausee überflutete damals den ursprünglichen Standort des Piva-Klosters, das komplett zerlegt und einige Kilometer weiter wieder aufgebaut wurde.
Heute ist der 33 Kilometer lange Piva-Stausee vor allem wegen der verschiedenen Outdoor-Aktivitäten beliebt, die dich hier erwarten. Du kannst Boots- und Kajaktouren unternehmen und findest unweit vom Städtchen Pluzine die längste Zipline Montenegros.
Nikšić

In Montenegros zweitgrößter Stadt Nikšić mit ihren knapp 60.000 Einwohner wollten wir eigentlich nur einen Übernachtungsstopp einlegen – und haben dann festgestellt, dass wir hier ein kleines Highlight entdeckt haben. Das Studentenstädtchen ist quirlig und belebt mit vielen Cafés, Bars und Restaurants, in denen es vor allem am Abend voll wird.
In den Straßen von Nikšić ist deutlich mehr los als in der Hauptstadt Podgorica – und auch wenn die Stadt noch ein Geheimtipp ist, wird sich das sehr bald ändern. Nikšić wird 2030 Europäische Kulturhauptstadt und bereitet sich darauf schon vor. Neben der Festung Bedem und dem Palast von König Nikola erwartet dich bereits einiges an Street Art. Den Zwischenstopp solltest du also einplanen.
Kloster Ostrog

Das Kloster Ostrog ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Montenegro und einer der ungewöhnlichsten Orte: Das Kloster ist mitten in den Felsen gebaut und gilt als eines der bedeutendsten Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche. Den bekannten Wallfahrtsort kannst du schon von weitem als weißen Fleck mitten im Berg ausmachen – und wer hierher nicht als Tourist kommt, geht die letzten Kilometer zu Fuß, oft sogar barfuß.
Auch der Weg mit dem Auto ist nicht ganz ohne, liegt das Kloster doch auf 900 Metern Höhe in einer Felsenwand. Du erreichst es über eine acht Kilometer lange Serpentinenstraße, die genau wie das Kloster großartige Ausblicke über das umliegende Tal bietet. Oben erwartet dich ein Einblick in die religiösen Traditionen Montenegros.
Porto Montenegro

Und dann sind wir zurück in der Bucht von Kotor und machen einen letzten Abstecher entlang der Halbinsel Luštica nach Tivat. Hier erwartet dich einer der ungewöhnlichsten Orte in Montenegro – vor allem im Kontrast zu den ruhigen Fischerörtchen nur ein paar Kilometer weiter. In Porto Montenegro ist alles etwas größer und pompöser als in anderen Häfen.
Porto Montenegro ist der erste hochmoderne Tiefwasser-Yachthafen in der Adria und eine Luxusyacht-Marina auf dem Gelände einer ehemaligen Werft der jugoslawischen Marine. Die durchgestylte Waterfront erinnert uns eher an die HafenCity und gehört definitiv mit zu den Must Dos in Montenegro. In Tivat liegt auch der größte internationale Flughafen Montenegros, so dass hier für viele ihre Reise sogar zu Ende geht.
Praktische Tipps
Die beste Reisezeit für Montenegro sind das späte Frühjahr und der Herbst, wenn die Temperaturen angenehm sind, es aber nicht so heiß und überfüllt wie in den Sommermonaten ist. Aus Hamburg kannst du per Direktflug nach Podgoricia fliegen, der zweite internationale Flughafen liegt in Tivat. Wir sind nach Dubrovnik geflogen und von dort mit dem Mietwagen nach Montenegro gefahren.
Montenegro ist noch nicht Teil der EU, für Reisende aus Deutschland reicht trotzdem der Personalausweis für die Einreise. Und auch wenn das Land nicht Teil der Eurozone ist, kannst du mit dem Euro zahlen und musst nicht umrechnen. Wichtig: Für Montenegro gilt das EU-Roaming nicht, du solltest deshalb unbedingt eine Reise-eSIM besorgen. Im Sommer musst du deine Unterkünfte unbedingt im Voraus buchen, besonders in den beliebten Orten. Hotels und weitere Unterkünfte findest du auf Booking.com. Für die Planung hatten wir den DUMONT Reiseführer Montenegro und den Lonely Planet Montenegro dabei. Noch mehr Eindrücke und Bilder von unterwegs sowie viele Tipps findest du auch in meinen Story-Highlights auf Instagram.
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