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Ein historischer Hafen, bunte Streetart, mediterrane Küche und ein Naturparadies direkt vor den Toren der Stadt: Frankreichs Mittelmeermetropole bietet dir ganz unterschiedliche Facetten. 11 Highlights für deinen Städtetrip nach Marseille.
Das Herz von Marseille schlägt rund um den Vieux Port mit seinen Segelschiffen und der Basilika Notre-Dame de la Garde oben auf dem Hügel. Dazu findest du in Frankreichs drittgrößter Stadt mediterranes Flair, bunte Viertel und spektakuläre Küstenlandschaften. Und auch wenn die Hafenmetropole am Mittelmeer keine Stadt für die Liebe auf den ersten Blick ist und deutlich weniger aufgeräumt und herausgeputzt wie zum Beispiel Nizza oder Cannes, lohnt sich ein Besuch.
Du planst gerade dein erstes Mal in Marseille und fragst dich, was du unbedingt gesehen haben musst und nicht verpassen darfst? In diesem City Guide stelle ich dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vor, zeige dir einige Geheimtipps – und natürlich findest du hier auch einige praktische Tipps für deinen Urlaub. Los geht’s!
Vieux Port

Der Vieux Port, der alte Hafen von Marseille, ist das historische Zentrum der Stadt sowie das Tor zum Mittelmeer und in die Welt. Heute ist der Alte Hafen vor allem auch ein beliebter Treffpunkt und die Flaniermeile der Stadt. Hoch über dem Hafenbecken thront die weithin sichtbare Basilika Notre-Dame de la Garde, unten im Wasser schaukeln die Yachten und kleinen Fischerboote – und bei diesem schönen Sommerwetter ist das schon ein sehr schöner Ausblick.
In vielen Restaurants rund um den Vieux Port kannst du zudem die Bouillabaisse probieren, Marseilles berühmte Fischsuppe, die heute als Spezialität der Hafenstadt gilt. Besonders schön ist der Hafen übrigens zum Sonnenuntergang, wenn sich das Licht der Stadt im Wasser spiegelt. Und egal wann du da bist, den Spaziergang entlang der Hafenpromenade solltest du unbedingt einplanen.
Ombrière

Auffälliger Hingucker am Vieux Port ist der Ombrière, ein riesiges Spiegeldach aus poliertem Edelstahl. 2013 wurde die Konstruktion des britischen Stararchitekten Norman Foster im Norden des Hafenbeckens installiert – das Jahr, in dem Marseille als Europäische Kulturhauptstadt zu neuem Glanz gefunden hat.
Das 22 auf 48 Meter große Spiegeldach ist bis heute ein sichtbares Zeichen für Marseilles neue Coolness und dient nicht nur als Sonnen- und Wetterschutz, sondern ist auch ein beliebtes Fotomotiv. Das Dach reflektiert den Platz, die Menschen und den Hafen und sorgt damit für spannende Perspektiven. Mein Tipp für etwas andere Urlaubsbilder: Stell dich unter den Spiegel und fotografiere nach oben.
Le Panier

Vom Vieux Port sind es anschließend nur wenige Schritte bis ins angesagte Viertel Le Panier. Das Altstadtviertel bietet mit seinen Gassen dörfliche Idylle in der Metropole. Hier findest du Streetart, kleine Boutiquen sowie beliebte Cafés und Restaurants. Le Panier ist das älteste Viertel von Marseille und war einst das Arbeiter- und Fischerviertel.
Heute geht es hier sehr trendig zu. Zwischen engen und verwinkelten Gassen, bunten Häusern, kleinen Galerien und Kunstläden erwartet dich immer noch auch ganz viel authentisches Marseille. Auf den kleinen Plätzen treffen sich Einheimische, um Pétanque zu spielen oder einen Kaffee zu trinken. Am besten lässt du dich einfach treiben und gehst in Marseilles‘ historischer Altstadt auf Entdeckungstour.
Mucem

Absolutes Highlight aus Marseilles Zeit als Europäisches Kulturhauptstadt im Jahr 2013 ist das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers, kurz Mucem. Mit seiner spannenden Architektur ist es der Hingucker direkt an der Einfahrt zum Hafen: eine spektakuläre Brücke verbindet das Museum hier mit dem historischen Fort Saint-Jean.
Und selbst wenn du keine Zeit für den Besuch der Ausstellungen hast, lohnt sich der Abstecher auf die Dachterrasse, um den Ausblick auf die Stadt, den Hafen und das Mittelmeer zu genießen. Das Gebäude beeindruckt nämlich vor allem architektonisch: Eine filigrane Betonfassade umhüllt das Museum wie ein Netz. Hier spielt das Mucem mit Licht und Schatten und verbindet durch seine Transparenz und die Lage am Wasser Meer und Himmel miteinander. Kein Wunder, dass es inzwischen zu den modernen Wahrzeichen Marseilles gehört.
Kathedrale von Marseille

Direkt nebenan liegt die Kathedrale von Marseille, die Cathédrale Sainte-Marie-Majeure, kurz La Major. Zwischen dem Vieux Port und dem Altstadtviertel Panier ist das erst Ende des 19. Jahrhunderts über den Vorgängerbauten im romanisch-byzantinischen Stil erbaute Gotteshaus weithin sichtbar und gehört zu den größten Kirchen Frankreichs. Die schwarz-weiße Fassade lässt si zudem fast ein wenig orientalisch wirken.
Und während die Basilika Notre-Dame de la Garde hoch über der Stadt und dem Hafen liegt, ist Marseilles Kathedrale der Hingucker an der Hafeneinfahrt – und auch ein beliebtes Fotomotiv.
Cours Julien

An Frankreichs Mittelmeerküste geht es oft schick und aufgeräumt zu. Nicht so in Marseille: Die Hafenmetropole hat sich ihren rauen Charme und das authentische Stadtleben bewahrt. Und so findest du auch mitten in der Stadt viele alternative, kreative und bunte Ecken – zum Beispiel rund um den Cours Julien.
Das Viertel gilt heute als Künstler- und Streetart-Hotspot und dich erwartet unter anderem eine riesige Open-Air-Galerie. Bunte Murals, Graffiti und Stencils bedecken viele Hauswände und verändern sich ständig weiter. Eine Treppe führt aus dem Stadtzentrum hoch ins Künstlerviertel: Tagsüber kannst du durch kleine Boutiquen und Secondhandläden stöbern, am Abend erwachen die vielen Restaurants und Bars rund um den Platz zum Leben. Wir fanden es zum Beispiel im Restaurant L’Escalié sehr lecker.
Savon de Marseille

Die Savon de Marseille ist eines der bekanntesten Produkte der Hafenstadt und heute vor allem auch ein beliebtes Mitbringsel und typisches Souvenir. Klar, dass sie dir überall in der Stadt begegnet. In einigen kleinen Werkstätten kannst du sogar zuschauen, wie die berühmte Marseille-Seife hergestellt wird.
Bereits im 17. Jahrhundert legte ein königliches Dekret fest, dass die echte Savon de Marseille ausschließlich aus pflanzlichen Ölen bestehen darf. Die klassischen Seifenwürfel sind meist olivgrün oder cremefarben und enthalten häufig Olivenöl. Und natürlich findest du in Marseille zahlreiche kleine Geschäfte und Manufakturen, in denen du die Seife kaufen kannst.
Hotel Maison du Monde

Kennst du die Möbel von Maison du Monde? In Frankreich kannst du sie nicht nur kaufen, sondern auch in stilvollen Boutique-Hotels der Kette übernachten. Ihr Ziel: Design mit einem gemütlichen Zuhause-Gefühl verbinden – und das in bester Stadtlage.
In Marseille liegt das Maisons du Monde Hotel & Suites direkt am Alten Hafen und damit perfekt, um viele der Sehenswürdigkeiten der Stadt direkt zu Fuß zu erkunden. Und am Abend bist du von hier aus direkt mitten im Geschehen und dich ins bunte Treiben rund um das Hafenbecken stürzen.
Calanques

Das schöne an der Hafenmetropole Marseille: Direkt hinter der Stadtgrenze bist du mittendrin in der schönsten Natur. Zwischen Marseille und Cassis erstreckt sich über rund 20 Kilometer mit dem Nationalpark Calanques eine der schönsten Landschaften der Côte d’Azur. Zwischen den steil abfallenden Kalksteinklippen gibt es immer wieder Badebuchten, geschützte Häfen und kleine Fjorde.
Von Marseille und Cassis aus kannst du die Calanques bequem mit dem Ausflugsschiff entdecken und selbst entscheiden, ob du nur eine kurze Runde durch die drei ersten Calanques machst oder die ganze Bandbreite erkundest und dafür etwas mehr Zeit einplanst. Noch intensiver kannst du die kleinen Fjorde bei einer Kanutour entdecken – oder du wanderst entlang der Küste und genießt die großartigen Ausblicke aufs azurblaue Wasser.
Cassis

Unbedingt einplanen solltest du auch einen Abstecher in das pittoreske Hafenörtchen Cassis mitten in den Weinbergen. Der kleine Ort ist unter anderem für seinen Wein bekannt: Cassis erhielt 1936 als erste Weinbauregion der Provence das Qualitätssiegel Appellation d’Origine Contrôlée (AOC). Den Wein solltest du hier also unbedingt probieren – zusammen mit dem Fisch und den Meeresfrüchten, die am Hafen serviert werden.
Der Hafen von Cassis mit den pastellfarbenen Häuschen, den Fischerbooten und der beleuchteten Festung oben auf dem Berg ist übrigens ein echtes Schmuckstück. Hier erwartet dich ein ehemaliges Fischerdorf, das sich noch viel von seinem Charme erhalten hat. Um das bunte Treiben zu erleben, kommst du am besten mittwochs oder freitags zum Markt. Anschließend lohnt sich ein Bummel durch die Gassen der Altstadt mit ihren kleinen Läden und Cafés.
Routes des Crêtes

Und falls du anschließend noch Zeit hast, lohnt sich die Fahrt über die Route des Crêtes, einer der schönsten Küstenabschnitte der Côte d’Azur. Hier geht ein großartiger Ausblick in den nächsten über, zahlreiche Postkartenmotive inklusive.
Über 15 Kilometer schlängelt sich die kurvenreiche Straße entlang der steilen Küste zwischen Cassis und La Ciotat entlang. Unterwegs gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Zwischenstopps – und die solltest du nutzen, um die immer wieder beeindruckenden Ausblicke zu genießen. Ein Höhepunkt ist das Cap Canaille, das zusammen mit dem Grande Tête und seinen knapp 400 Metern zu den höchsten Klippen Frankreichs zählt.
Praktische Tipps
Die beste Reisezeit für Marseille sind das Frühjahr und der Herbst. Dann sind die Temperaturen angenehm und die Stadt ist weniger überlaufen. Von Frankfurt aus bist du in acht Stunden mit dem Zug in der französischen Mittelmeermetropole. Von München gibt es einen Direktflug nach Marseille, aus Hamburg kommst du per Direktflug nach Nizza und kannst von dort mit dem Mietwagen weiterfahren.
Wichtig für deine Planung: Im Sommer machen auch viele Franzosen am Mittelmeer Urlaub. Für diese Zeit solltest du möglichst frühzeitig deine Unterkünfte reservieren. Das passende Hotel findest du beispielsweise bei Booking.com. Für weitere Tipps hatten wir den Côte d’Azur Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag und den Lonely Planet Provence & Côte d’Azur dabei. Auch in meinen Story-Highlights auf Instagram findest du noch mehr Fotos und Ideen für deinen Urlaub – genauso wie im Artikel „Urlaub an der Côte d’Azur: Die schönsten Orte“.
Warst du schon in Marseille? Was hat dir besonders gefallen? Hast du noch mehr Tipps? Dann freue ich mich, über deinen Kommentar! Und wenn dir der Artikel gefallen hat, teil ihn doch gerne mit deinen Freunden! Damit du keine neue Geschichte mehr verpasst, kannst du mir außerdem auf Facebook, Pinterest, Instagram, Bloglovin, Flipboard oder Tripadvisor folgen. Oder du abonnierst dir My Happy Places als Newsletter.
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